Jüchen: Peter-Giesen-Halle erhält neue Technik

Jüchen: Peter-Giesen-Halle erhält neue Technik

In der großen Halle wird jetzt für 115.000 Euro eine neue Lüftungsanlage installiert. Künftig soll kräftig Energie gespart werden.

Kaya Yanar und andere bekannte Kabarettisten sind in der Peter-Giesen-Halle mit zu Gast, doch zurzeit ist die große Versammlungsstätte mit 555 Sitzplätzen bei Kabarett-Veranstaltungen gesperrt. Die Halle wird mit einer komplett neuen Lüftungstechnik ausgerüstet. Rund 115.000 Euro investiert die Gemeinde, 22.750 Euro erhält sie an Zuschuss an Bundesmitteln.

Vor Jahren bereits hatte die Gemeindeverwaltung begonnen, ihre Gebäude auf Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu prüfen. Auch nachdem die Konjunkturpaket-Mittel versiegt waren, machte die Verwaltung weiter, so wurden die Dreifach- und die Zweifach-Turnhalle an der Stadionstraße mit energiesparenden LED-Leuchten ausgestattet.

Seit 2017 ist nun die Peter-Giesen-Halle in Garzweiler an der Reihe. Im vergangenen Jahr wurde die rund 30 Jahre alte Heizung dort für knapp 100.000 Euro gegen eine neue Anlage ausgewechselt. "Abgas-Grenzwerte wurden überschritten, wir mussten handeln", schildert Technischer Dezernent Oswald Duda.

In diesem Jahr folgt mit der neuen Lüftung der zweite Erneuerungsschritt. In diesen Osterferien werden die alten Lüftungsrohre mit einem Durchmesser von bis zu knapp einem Meter demontiert und abtransportiert. Dann wird bis Ende Mai die neue Anlage, die auch zur Erwärmung der Räumlichkeiten dient, eingebaut. Die rund 700 Quadratmeter große Halle bleibt laut Duda bis Ende April gesperrt. Danach kann sie wieder für Tanz und anderes genutzt werden, obwohl die Arbeiten im Gebäude noch bis Ende Mai weiterlaufen.

Am Freitag, 25. Mai, sollen dann Kabarettist Jörg Knör und seine Zuhörer die Peter-Giesen-Halle mit komplett neuer Lüftungstechnik erleben. Dabei kommt viel moderne Technik zum Einsatz. "Bislang wurde kalte Luft angesaugt und die erwärmte, verbrauchte Luft wieder abgegeben", erläutert Duda. Künftig sorge eine Wärmerückgewinnung dafür, dass ein Teil der Wärme - natürlich unter Zugabe von Frischluft-Zufuhr - weiter genutzt werden kann.

Für die Verteilung in der Halle sorgen, wie Duda berichtet, "Hocheffizienz-Ventilatoren", zudem würden "Weitwurfdüsen" eingebaut. Insgesamt soll gewährleistet sein, dass die Wärme im rund zehn Meter hohen Raum dorthin kommt, wo sie benötigt wird, ohne dass Menschen im Zugwind sitzen.

Die neue Heiz- und Lüftungstechnik soll zudem dazu beitragen. Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen. "Über einen Zeitraum von 20 Jahren werden 379 Tonnen Kohlendioxid weniger frei", berichtet Dezernent Oswald Duda. Darüber hinaus erwartet die Gemeinde eine Senkung der Energiekosten für die Peter-Giesen-Halle um 7000 Euro jährlich. Bis zum Ende der Lebensdauer hätten sich die Investitionskosten für die neue Technik damit amortisiert.

(NGZ)