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Orkantief "Sabine": Keine Verletzten in Korschenbroich und Jüchen

Sturm-Nachlese in Jüchen und Korschenbroich : Keine Verletzten nach „Sabine“

Der Sturm hat in Jüchen und Korschenbroich nur kleinere Schäden verursacht.

Orkantief „Sabine“ hat auch die Feuerwehren in Jüchen und Korschenbroich in der Nacht zum Montag gut beschäftigt. Im Jüchener Stadtgebiet kam es bis Montagnachmittag zu 40 unwetterbedingten Einsätzen. Die Kollegen in Korschenbroich verzeichneten 21 Einsätze.

„Glücklicherweise wurden keine Menschen verletzt oder größere Schäden gemeldet“, sagte Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens. Allerdings stürzten mehrere Bäume im Jüchener Stadtgebiet witterungsbedingt ein. Beispielsweise an der Alleestraße, der Hans-Diekmann-Straße, der Odenkirchener Straße, der Kelzenberger Straße, der Grevenbroicher Straße oder in Schaan. Die Feuerwehr musste zudem zahlreiche lose Dachziegel sichern. Teilweise wurden auch Dächer abgedeckt. Auf der A 44 kippte ein Lkw um. In Wey knickte ein Strommast ein. In Spitzenzeiten waren laut Stadt rund 80 Feuerwehrleute in Jüchen im Einsatz. „Der Sturm hat deutlich weniger große Schäden angerichtet, als aufgrund der Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes angenommen werden musste“, sagte Jüchens Feuerwehr-Chef Heinz-Dieter Abels.

Der Jüchener FWG-Fraktionsvorsitzende Gerolf Hommel regte sich aus anderen Gründen auf. „Zehn Sekunden draußen und der Tagebaudreck knirscht auf den Zähnen und brennt in den Augen“, sagte er. Er kritisierte, dass RWE offensichtlich nicht bereit sei, die Tagebau-Flächen im Vorfeld eines drohenden Sturms zu befeuchten.

In Korschenbroich beschränkten sich die Einsätze größtenteils auf das Wegräumen umgekippter Bäume und heruntergestürzter Äste. In Glehn hatten Anwohner die Feuerwehr gerufen, weil sie befürchteten, ein Baukran könne umkippen. Dieser hielt dem Wind jedoch stand. Insgesamt waren rund 100 Menschen in Korschenbroich im Einsatz.