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Jüchen: Neuer Vereinsbaum soll Visitenkarte werden

Jüchen : Neuer Vereinsbaum soll Visitenkarte werden

Der Heimatverein Hochneukirch plant einen Vereinsbaum. RWE hilft als Sponsor. Die Bruderschaft Morken-Harff hat ein Vorbild realisiert.

Satte 13 Meter hoch, acht Meter breit: Dies sind die beeindruckenden Maße des Schützenbaumes, den die St.-Sebastianus Schützen-Bruderschaft Morken-Harff in Kaster errichtet hat. Mit Hilfe von RWE Power und eigener Muskelkraft haben die Schützen dieses Ziel erreicht: im vergangenen August wurde der Baum mit 28 Wappen errichtet. So weit sind die Mitglieder des Heimatvereins Hochneukirch noch nicht. Aber die Pläne sollen bis zum Jubiläumsjahr 2015 umgesetzt werden. "Wir haben uns bereits zu einem weiteren Abstimmungsgespräch mit unserem Sponsor getroffen", sagt Gerd Bandemer (66), der stellvertretende Präsident des Heimatvereins. Wie bereits in Kaster, wird RWE auch in Hochneukirch das Vorhaben finanziell unterstützen. Heute werden Vorstand und Architekt diese Pläne bei Bürgermeister Harald Zillikens vorstellen.

Foto: Berns, Lothar (lber)

Der Vereinsbaum steht bereits seit einigen Jahren auf der Wunschliste des Heimatvereins. "Er soll eine Visitenkarte für Hochneukirch werden, ein Symbol für das aktive Vereinsleben", sagt Gerd Bandemer. Bereits als Präsident und jetzt als Stellvertreter von Benedikt Obst hat Bandemer sich für dieses Vorhaben eingesetzt. Dabei ist ihm die Betonung "Vereinsbaum" wichtig: "Wir wollen auch kulturtreibende Vereine, wie etwa den Karnevalsverein ,Nökercher Jecke' oder den Tamilisch-deutschen Freundeskreis' miteinbeziehen", sagt Bandemer. Auch sie sollen mit einem eigenen Wappen vertreten sein.

Der Schützenbaum in Kaster soll Vorbild für Hochneukirch sein. "Allerdings könnte unser Vereinsbaum auch kleiner werden", sagt Bandemer. Was am Wunschstandort Adenauerplatz möglich ist, soll heute das Gespräch beim Verwaltungs-Chef zeigen. "Von den Dimensionen des Baumes hängt es auch ab, ob ein Bauantrag gestellt werden muss", erklärt Rathaus-Sprecher Jürgen Wolf.

Einen Vor-Ort-Termin mit einem Ingenieur von RWE Power hat der Vorstand des Heimatvereins bereits absolviert. "Dieser Fachmann hat uns einige unserer Befürchtungen genommen. RWE hat bereits einige solcher Bäume realisiert", sagt der Vize-Präsident des Heimatvereins. So soll der Vereinsbaum ohne Fundament errichtet werden. An seinen Armen sind derzeit 28 Wappen geplant. "An der Spitze soll die Hochneukircher Mühle als Wahrzeichen unseres Ortes stehen. Zurzeit suchen wir noch nach einem historischen Foto, das Vorbild für die Plakette sein soll", erläutert Bandemer. In der folgenden Reihe sollen Embleme der katholischen und evangelischen Kirche angeordnet werden, gefolgt von denen des Vorstands und der Generalität des Heimatvereins sowie denen der einzelnen Züge des Heimatvereins. Gut vorstellen kann sich der Vereins-Vize auch Plaketten des Türkisch-deutschen Freundeskreises, des tamilisch-deutschen Freundeskreises, des Karnevalsvereins oder des Tannenbaumvereins.

Fertig sein soll der Vereinsbaum im Frühjahr 2015 - als Zeichen für das 125-jährige Vereinsbestehen.

(NGZ)