Jüchen: Neuer Verein soll das Gemeindeleben stärken

Jüchen: Neuer Verein soll das Gemeindeleben stärken

In Aldenhoven soll bei einem Treffen am 18. Februar ein Förderverein für die Kapelle im Dorf aus der Taufe gehoben werden.

Mit viel Eigenleistung haben die Aldenhovener ihre Heilig-Geist-Kapelle errichtet und sie seit nun fast 60 Jahren gepflegt. Das Engagement soll weitergehen. Am übernächsten Sonntag, 18 Februar soll ein "Förderverein Heilig Geist Aldenhoven" gegründet werden. Sein Ziel: das kirchliche Gemeindeleben in Aldenhoven zu unterstützen und aufrecht zu erhalten.

Auch nach sechs Jahrzehnten sieht die Kapelle am Gürtelweg mit ihren großen Fensterflächen und hellem Mobiliar freundlich und modern aus - ein einladender Ort für Gottesdienste, für Besinnung. Doch "in den vergangenen Jahren ist das Gemeindeleben im Ort ein bisschen eingeschlafen. Das liegt auch daran, dass die Zahl der Messen im Ort deutlich zurückgegangen ist", erklärt Erika Jansen (62). Die Küsterin gehört zu den Initiatoren für den neuen Verein. Zwei Mal im Monat stünden Messen an, zudem halten Erika Jansen und eine andere Frau zwei Gottesdienste. Meßdiener gab es zeitweise nicht mehr.

Doch nun geht es wieder aufwärts. Zuerst hatte sich, wie Erika Jansen berichtet, "vor rund zwei jahren die Katholische Junge Gemeinde im Ort gegründet.". Mittlerweile gibt es "auch wieder 16 Sternsinger", erzählt Jennifer Mattheisen (26). "Und wir haben jetzt wieder zwei Messdienerinnen, die sind einfach klasse", sagt die Ministranten-Betreuerin, die sich ebenfalls für den Förderverein stark macht.

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Der soll nun weitere Projekte auf den Weg bringen. "An der Kapelle gibt es einiges zu tun. Wir brauchen neue Außenleuchten. Und der Weg muss erneuert werden, für ältere Menschen mit Rollator ist der gefährlich. Das Projekt könnte der Förderverein unterstützen", berichtet Erika Jansen. Zudem hat sich im Innenraum an manchen Stellen in vielen Jahren schwarzer Schmutz auf dem Weiß angesammelt. Das Gotteshaus soll einen neuen Innen-Anstrich erhalten. Schließlich begeht die Kapelle im September ihr 60-Jähriges, zudem will Pfarrer Gerold Leede sein 25-Jahr-Priesterjubiläum in Aldenhoven feiern.

Ansonsten ist die Kapelle gut in Schuss. "Die Alten haben gute Arbeit geleistet", blickt Gerd Jansen (64) auf die Zeit zurück, als die Aldenhovener eifrig für ihre Kapelle Geld sammelten und dann kräftig Hand anlegten. Über viele Jahre hatte Gertrud Stüttgen (heute 81) die Kapelle als Küsterin gepflegt. Erika Jansen hat die Arbeit von ihrer Tante übernommen. "Um die Blumen kümmert sie sich aber auch weiterhin, das lässt sie sich nicht nehmen", sagt Eika Jansen.

Jennifer Mattheisen hofft, dass mit Hilfe des Fördervereins auch neue Messdienergewänder angeschafft werden können, "die heutigen sind schon viele Jahre alt". Darüber hinaus denken die Initiatoren für die Zukunft auch an kleine Feste an der Kapelle, oder an eine Kleiderbörse. Nun hoffen Jansen, Mattheisen und andere, dass viele der 900 Dorfbewohner zur Vereinsgründung kommen. "Detlef Schippschak, Ehrenpräsident der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, hat als einer der ersten erklärt, das er mitmachen will", sagt Jansen.

(NGZ)