Jüchen: Naturschützer schneiden Weiden

Jüchen: Naturschützer schneiden Weiden

Durch die Baumpflege sollen sich Höhlen für Fledermaus und Vögel bilden.

Eiskalt ist es, das hält aber den Naturschutzbund (NABU) Jüchen nicht davon ab, sich um Natur und Landschaft zu kümmern. Nach etwa vier Jahren haben die Naturschützer wieder die Kopfweiden "Am Graben" in Hochneukirch geschnitten. Dort stehen genau 26 Exemplare von "Salix alba", auch Silberweide genannt.

Die Bäume hatte der NABU Jüchen vor circa 25 Jahren als etwa mannshohe und armdicke Stecklinge gesetzt, daraus sind stattliche Weidenbäume geworden. Sie stehen direkt am einem Graben, dort ist es s nährstoffreich und feucht, so dass die Weiden sich sehr gut entwickeln konnten. Schon damals war der Grundgedanke dabei, dass sich durch einen regelmäßigen Schnitt und auch weil Weidenholz keine Gerbstoffe enthält und sehr weich ist, relativ schnell natürliche Höhlen bilden werden. Und dieser Prozess der Höhlenbildung ist nun sehr gut zu beobachten. In etlichen Jahren werden dort, wie der NABU hofft, die ersten Höhlenbrüter - wie zum Beispiel Blau- und Kohlmeise, Sperling, Hornisse, oder verschiedene Fledermausarten - ein neues Zuhause finden. Insgesamt pflegen die Naturschützer vom NABU rund 90 Kopfweiden im Gemeindegebiet,

Als nächstes größeres Projekt steht die Amphibien-Hilfe bei Schloss Dyck an. "Das Sommergebiet ist an Gewässern am Schloss Dyck und in dessen Umfeld. Wenn die Temperatur auf etwa fünf Grad geklettert und es feucht ist, beginnen Kröten und Frösche in der Nacht vom ihrem Winterlager im Pumpenbusch loszuwandern", sagt Rudolf Kuhn vom NABU Jüchen.

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Die Tiere müssen dabei eine kleine Straße überwinden - eine große Gefahr. Deshalb werden sie an einem Fangzaun entlang geleitet und plumpsen in einen von fünf Kästen. Die Naturschützer bringen sie dann unversehrt über die Straße. "Im Vorjahr haben wir rund 2000 Tiere, vor allem Erdkröten und einige Wasserfrösche, hinübergebracht."

Wer den NABU-Jüchen bei seiner Arbeit unterstützen möchte, kann sich im Internet unter "www.nabu-neuss.de" melden.

(NGZ)