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Jüchen: Marienheim ist seit 60 Jahren Treffpunkt

Jüchen : Marienheim ist seit 60 Jahren Treffpunkt

Im Jahr 1954 wurde der Grundstein für das Gebäude gelegt, das den katholischen Kindergarten, Jugendheim und Pfarrheim beheimatet.

Das Marienheim ist heute ein Treffpunkt für Generationen: Dort spielen die Mädchen und Jungen im katholischen Kindergarten "Unserer lieben Frau", dort treffen sich Messdiener der Pfarrkirche St. Jakobus oder verabreden sich Jugendliche im "A3". Im Jahr 1954 wurde der Grundstein gelegt - das 60-jährige Bestehen soll am Sonntag, 29. Juni, mit Gottesdienst (9.30 Uhr) und Straßenfest mit Zauberer, Clown, Musik und Hüpfburgen begangen werden.

Jüchen: Marienheim ist seit 60 Jahren Treffpunkt
Foto: Reuter, Michael (mreu)

Bei Gemeindearchivar Dr. Axel Bayer kann man mehr über die Geschichte des Marienheims nachlesen: "Etwa in der Chronik der Gemeinde Jüchen, die auf einen unbekannten Verfasser zurückgeht", erläutert der Historiker. Dort heißt es unter der Überschrift "Der neue Kindergarten (Marienheim)": "Da unser Krankenhaus sich zu klein erweist und deshalb eine Vergrößerung und neuzeitliche Gestaltung nötig ist, muss zunächst mal der Kindergarten, der auch in den Räumen des Krankenhauses untergebracht ist, in anderen Gebäuden untergebracht werden. Man entschloss sich zu einem Neubau in dem Obstgarten des Pfarrhauses an der Alleestraße." Das Gebäude sollte neben dem Pfarrheim auch das Jugendheim beherbergen; für den Bau konnten Geldgeber gefunden werden. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 145 000 Mark. Im April 1954 wurde mit der Ausschachtung begonnen, am 10. Mai konnte der Grundstein gelegt werden. "In einer Feierstunde segnete Pfarrer Brehorst den Stein und betete um Gottes Segen für den Bau, für seine Förderer und für die Kinder und Jugendlichen, denen Kindergarten und Heim denen sollen", heißt es in der Chronik.

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Pfarrer Brehorst soll auch die Idee für den Namen gehabt haben: Das "Marienheim" war ein Hinweis auf das Marianische Jahr 1954. Damit sollte "das Gebäude unter dem besonderen Schutz der Mutter Gottes stehen".

Bis August 1955 wurde das Gebäude für Generationen errichtet. Das Ergebnis wurde in der Gemeinde-Chronik ausdrücklich gelobt: "Dieses Gebäude gehört zu den schönsten Häusern von Jüchen. Große Fenster machen die schönen Räume hell und sonnig, die Inneneinrichtung ist ganz modern. Durch die Einfassungsmauer bekommt das Gebäude ein freundliches Gesicht. (...) Ein herrlicher Bau für unsere Jugend." Zurzeit erhält das Marienheim durch einen Aufbau für den Kindergarten eine neues Aussehen: Über dem Flachdach des Jugendheimes wird Raum für 18 Kinder unter drei Jahren geschaffen.

Das Marienheim, gegenüber von Haus Katz gelegen, ist für viele Jüchener ein Ort, mit dem sie Erinnerungen an schöne Feststunden verbinden, sagt Stefan Bredt, Leiter des Jüchener Jugendbüros: "Das Haus dient für Feierlichkeiten bei zahlreichen runden Geburtstagen und Hochzeitstagen, Schützenzüge feierten ihre Jubiläen und Verbände nutzen es als Sitzungsort." Groß gefeiert werden soll auch am Sonntag: gegen 12 Uhr wird ein Zauberer die Kinder unterhalten, um 16 Uhr wird der Kinder-Musiker Bernd Heuser auftreten.

(NGZ)