Kriegsgräber werden in Jüchen mit öffentlichen Mitteln saniert.

Friedhöfe in Jüchen: Gemeinde Jüchen saniert die Kriegsgräber auf den Friedhöfen

Bürgermeister Harald Zillikens hat sich in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt, dass mittlerweile fast alle Kriegsgräberanlagen auf dem Gemeindegebiet restauriert oder neu angelegt wurden.

Mehr als 1,8 Millionen deutsche und ausländische Kriegstote des Ersten und Zweiten Weltkrieges ruhen auf Friedhöfen in der Bundesrepublik Deutschland. Im Regierungsbezirk Düsseldorf wurden von 1922 bis 1952 auf 414 Friedhöfen für insgesamt 75\.709 Opfer der Weltkriege Gräber errichtet, wie Gemeindesprecher Norbert Wolf auflistet. Bürgermeister Harald Zillikens hat sich in den vergangenen Jahren dafür eingesetzt, dass mittlerweile fast alle Kriegsgräberanlagen auf dem Gemeindegebiet restauriert oder neu angelegt wurden, informiert Wolf. Die bisher größte Sanierung war auf dem Gelände des Nikolausklosters im Jahr 2015 erforderlich. Aber auch auf den Friedhöfen Jüchen, Hochneukirch, Bedburdyck, Gierath und Garzweiler wurden die Anlagen in den vergangenen Jahren verschönert und instandgesetzt.

Für die Kriegsgräberfelder in Otzenrath und Kelzenberg hatte die Gemeinde Jüchen ebenfalls Mittel zur Instandsetzung beantragt. Zwischenzeitlich liegen die beiden Bewilligungsbescheide der Bezirksregierung Düsseldorf über je 5000 Euro zur Sonderinstandsetzung vor. Die dort aufgestellten Grabsteine waren seit vielen Jahren nicht restauriert worden und somit im Laufe der Zeit unansehnlich geworden. Auch sind die Inschriften nur noch schwer lesbar gewesen. Im Zuge der Instandsetzungsmaßnahme wurden die Steine gründlich gereinigt und die Schriftzüge entsprechend der Vorgaben des Denkmalschutzes mit roter Farbe nachgezogen. Mit der Mittelbewilligung wurden nun in Absprache mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Grabkreuze restauriert und versiegelt. Nach dem Gräbergesetz können laut Wolf jedoch die Aufwendungen für die Restaurierung von Erinnerungsstätten nicht erstattet werden. Da es sich bei der Erinnerungsstätte in Kelzenberg um ein solches Denk,- bzw. Ehrenmal handelt, können diese Kosten nicht übernommen werden.

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In der Kriegsgräberstätte in Kelzenberg ruhen 15 Kriegstote, vier aus dem Ersten Weltkrieg und elf aus dem Zweiten Weltkrieg, in Otzenrath insgesamt 21 Kriegstote. Vorläufig abschließend ist für das kommende Jahr die Sanierung der Gräberfelder und der dortigen Steinkreuze auf dem Friedhof in Hochneukirch angedacht, wie Wolf weiter berichtet. Bürgermeister Harald Zillikens sagt: „Es freut mich, dass sich die Grabstätten nun wieder in einem würdigen Zustand befinden. Die Kriegsgräber sollen für zukünftige Generationen die Erinnerung an die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft wach halten.“

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden innerhalb Deutschlands im Gräbergesetz festgelegt. Um den Kriegsopfern zu gedenken und Kriegsgräber zu erhalten, ist schon seit 1922 gesetzlich geregelt, dass die Gräber dauerhaft bestehen bleiben, wie Wolf außerdem infirmiert..

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