Jüchen: "Kräuter-Hexe" kommt jetzt auf den Hund

Jüchen: "Kräuter-Hexe" kommt jetzt auf den Hund

Kräuterfachfrau Ingrid Paulußen aus Hochneukirch bietet Seminare für Herrchen und Hund an. Dabei wird Leckeres für beide zubereitet.

Ingrid Paulußen ist inzwischen fast besser bekannt als "Kräuter-Hexe, oder "Glücks-Kräuterhexe", als unter ihrem Zivilnamen. Vor vier Jahren hatte die heute 51-Jährige ihren Beruf als Managementassistentin einer großen Industriefirma aufgegeben, um sich als Kräuterfachfrau ausbilden zu lassen und selbstständig zu werden. Mittlerweile lebt sie "von den Kräutern". "Ich habe aber noch ganz viele Ideen", kündigt sie an und verrät eine davon: Denn die "Kräuter- Hexe" ist neuerdings auch "auf den Hund gekommen", will heißen: Ingrid Paulußen möchte Kräuterkurse für Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern anbieten.

Auf die Idee sei sie gekommen, weil sie auf ihren Kräuterwanderungen immer auch Spaziergängern mit ihren Hunden begegne: "Da hab' ich mir gedacht, das lässt sich doch prima kombinieren", sagt Paulußen, die selbst früher einen Hund besessen hat, der mittlerweile aber verstorben ist. Im Herbst möchte sie einen Tagesworkshop für Herrchen, Frauchen und ihre Vierbeiner anbieten, der mit einer gemeinsamen Kräuterwanderung beginnen soll. Paulußen kennt die besten Plätze, wo es übrigens, bis auf den Winter, zu allen Jahreszeiten Wildkräuter zu finden gibt.

In Hochneukirch, wo sie wohnt, sammelt Paulußen Wildkräuter auf dem renaturierten Tagebauland. Mittlerweile gibt sie auch Seminare im Schwalmtal-Naturschutzgebiet, wo es ohnehin reiche Ausbeute an Wildkräutern gibt. Deshalb möchte sie den Hunde-und-Herrchen-Kräutertag auch im Hainbuchenhaus im Schwalmtal anbieten.

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Die selbst gesuchten Wildkräuter sollen dann gemeinschaftlich zu Salat und einem Dipp für die Zweibeiner und zu Hundepralinen für die Vierbeiner zubereitet werden. Diese gesunden Hundeleckerchen sollen übrigens aus Mehl, Magerquark, einer Karotte, zwei Bio-Eigelb, Oliven- oder Distelöl sowie natürlich Wildkräutern zubereitet werden. Ob Hunde aber überhaupt Wildkräuter mögen? Paulußen möchte vor ihrem ersten Seminar auf jeden Fall noch Kostproben unter den Hunden in ihrer Nachbarschaft an die Verbeiner bringen und dabei gleichzeitig auch die Besitzer für ihr neues Angebot interessieren.

Etwa 15 Kräuterkurse und -events hat die selbstständige Kräuterfachfrau mittlerweile in ihrem Jahresprogramm: "Ich bin aber immer noch im Aufbau, ich möchte mich auch noch weiterbilden und noch mehr feste Kooperationspartner finden", sagt Paulußen, die bislang nur regelmäßig mit einer Grundschule in Mönchengladbach-Rheydt zusammenarbeitet. Dort leitet sie eine Arbeitsgemeinschaft für Kräuterkunde. So machten bisher Kinder und ältere Menschen, die nicht mehr mitten im Berufsleben stehen, den Hauptanteil ihrer Kursteilnehmer aus. Es gebe aber auch vereinzelt berufstätige Frauen, die die Kräuterevents nutzen, um mal von ihrem Alltag abzuschalten.

Auch ihren eigenen Garten an der Weststraße in Hochneukirch nutzt Paulußen hin und wieder für besondere Kräuterevents. Sie hat jetzt ein kleines Rondell mit Sitzgelegenheiten rund um einen Lagerfeuerplatz ausgebaut, wo zum Beispiel bei Jahreskreisfesten gemeinsam auf dem Feuer gegrillt, gefeiert, getanzt und getrommelt werden soll. Und in Kürze hofft sie auch, in einem Restaurant in Wassenberg die ersten Kochevents mit selbst gesammelten Wildkräutern anbieten zu können.

(NGZ)