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Korschenbroich/Jüchen: Kirchen uneins bei Gottesdiensten in Corona-Krise

Gemeinden in Korschenbroich und Jüchen : Kirchen uneins bei Gottesdiensten

Die meisten Gemeinden feiern ihre Messen weiterhin ohne Besucher. Ab Mai dürfte dabei unter strengen Auflagen wieder öffentlich gebetet werden. So ist die Situation in Jüchen, Korschenbroich und Glehn.

Ab 1. Mai darf wieder öffentlich gebetet werden. Unter strengen Auflagen können Kirchen in NRW wieder Gottesdienste mit Publikum veranstalten. Doch können heißt nicht tun. Die Gemeinden gehen mit der Erlaubnis des Landes höchst unterschiedlich um. Ein Überblick.

Jüchen Ulrich Clancett, Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Jüchen, hatte sich vehement dagegen ausgesprochen, wieder Präsenzgottesdienste zuzulassen. „Ich werde erst wieder Gottesdienste mit den Anwesenden in der Kirche feiern, wenn die Corona-Pandemie absolut überstanden ist“, sagte Clancett vergangene Woche.

Vollkommen anders reagiert das Nikolauskloster. Dort finden ab Samstag wieder öffentliche Gottesdienste statt: in der Klosterkirche (Sonntag, 8 Uhr, und ab Montag immer werktags um 7 Uhr) und auf der Klosterwiese (Samstag, 18 Uhr, sowie Sonntag um 10 und um 18 Uhr). In der Kirche muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, maximal 30 Personen dürfen teilnehmen.

Korschenbroich In Korschenbroich wird es zunächst keine öffentlichen Gottesdienste geben. GdG-Leiter Marc Zimmermann stellt jedoch den 10. Mai als möglichen Starttermin in Aussicht. „Dieser Termin ist katholischerseits unter den GdG-Leitern für die Region Mönchengladbach abgesprochen worden“, sagt er. Auch danach solle weiterhin ein Livestream angeboten werden. Auf evangelischer Seite gibt es noch keine Öffnungspläne. Der Sonntag werde mit Video-Angeboten gestaltet. „Anfang nächster Woche werden wir beraten, wie es weitergeht“, sagt Pfarrer Peter Grotepaß.

Glehn In der Glehner Pfarrkirche St. Pankratius wird es zumindest in den nächsten ein bis zwei Wochen noch keine Gottesdienste mit physischer Beteiligung der Gemeinde geben. Das Team um Pfarrer Michael Tewes arbeite an einer Lösung, die für die gesamte Pfarrgemeinschaft gültig sein wird. Anfang kommender Woche soll sich klarer abzeichnen, wie es mit Gottesdiensten in Glehn, Steinforth-Rubbelrath und der Pfarrgemeinschaft weitergehen soll. Auch bei der evangelischen Friedenskirche Glehn gibt es aktuell noch keine Aussage zur Wiederaufnahme der Präsenzgottesdienste.