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Jüchener Stadtrat wird sich auf 44 Mitglieder vergrößern

Nachwahl in Garzweiler : Jüchener Stadrat wird sich auf 44 Mitglieder vergrößern

Die Nachwahl im Bezirk 5 in Garzweiler ist gelaufen. Damit steht nun die endgültige Größe des Jüchener Stadtrates fest. Er wird künftig mehr Mitglieder umfassen als bisher. Die konstituierende Sitzung ist für Donnerstag, 12. November, terminiert worden.

Die CDU hatte am 13. September alle 18 Wahlbezirke direkt geholt. Da ihr dies auch am Sonntag mit Karl-Heinz Mohren gelang, wurden Überhang- und Ausgleichsmandate fällig – die Zahl der Ratsmitglieder stieg damit von 42 auf nunmehr 44 an. Mit 19 Sitzen (vorher 20) wird die CDU weiterhin die stärkste Fraktion im Stadtrat bilden. Gefolgt von der SPD, die jedoch von elf auf nunmehr acht Mitglieder abrutschte. Als drittstärkste Fraktion werden die Grünen in den Rat einziehen, die mit sechs Vertretern künftig doppelt so stark sein werden wie bisher. Zugelegt hat auch die FDP: Die Liberalen konnten ihre Fraktionsstärke von drei auf fünf Mitglieder ausbauen. Die FWG wird künftig vier Stimmen im Rat der Stadt Jüchen haben. Neu ist AfD mit zwei Mitgliedern.

Lediglich 250 von 951 Wahlberechtigten hatten sich am Sonntag in Garzweiler zur Wahlurne begeben oder vorab an der Briefwahl beteiligt. „Das ist mehr als traurig und zeigt, wie wichtig es ist, immer wieder auf das Wahlrecht hinzuweisen“, sagte Ralf Cremers, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Er gratulierte insbesondere dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Konrad Thelen „zu dem guten Ergebnis“.

Die CDU wird sich am 5. Oktober zu ihrer konstituierenden Sitzung treffen und ihren Fraktionsvorstand wählen. „Im Anschluss wird es ein Gespräch mit der FDP geben“, betonte Cremers, der die Kooperation mit den Liberalen in der neuen Wahlperiode fortsetzen möchte. „Wie in der Vergangenheit werden wir aber auch mit der FWG und den Grünen über Sachthemen sprechen, die wir möglicherweise gemeinsam belegen können“, so der CDU-Chef.

Union und FDP hätten mit seiner Stimme „eine stabile Mehrheit imStadtrat“, sagte Bürgermeister Harald Zillikens, für den der Wahlausgang in Garzweiler keine Überraschung war. „Wie in der Vergangenheit konnten wir wieder alle Wahlbezirke direkt holen“, so der Verwaltungschef. Was Zillikens zudem freut: „Mit der Wiederwahl von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke können wir die bewährte regionale Zusammenarbeit fortsetzen.“ Das sei wichtig vor allem mit Blick auf den Strukturwandel.

Die Nachwahl im Bezirk 5 wurde erforderlich, nachdem Wilfried Dietrich, Kandidat der Grünen, verstorben war.