Kastanienaktion der BUND-Nachwuchsgruppe in Jüchen

Naturschützer in Jüchen: Der BUND-Nachwuchs rettet die Kastanien

Kinder sammeln Laub auf, damit die Miniermotte die Kastanienbäume nicht befallen kann.

Mit viel Engagement hat die Nachwuchsgruppe des BUND, die BUNDspechte, jetzt eine Kastanienaktion an der K25 zwischen Aldenhoven und Bedburdyck organisiert. Zunächst musste das Laub entfernt werden. Die Blätter waren über eine große Fläche in der Umgebung verweht. Sie musste aus dem dichten Unterwuchs am Wegekreuz unter der Kastanie einzeln mit den Händen herausgeholt werden. Diese schwierigen Bedingungen sind wohl auch der Grund dafür gewesen, dass die Kastanie trotz des letztjährigen Laubkehr-Einsatzes doch noch einen merkbaren Befall mit der Kastanienminiermotte gezeigt hatte. Im Gegensatz dazu waren die beiden weißen Kastanien in Priesterath nach den Aktionen des BUND im Winter und zur Schlupfzeit der Motten im Frühjahr sehr erfolgreich verlaufen. Um den eingeschleppten Schädling zu bekämpfen, hilft praktisch nur das gründliche Entfernen der befallenen Blätter. Einen leichten Befall kann der Baum verkraften, oft treibt er auch noch einmal ein zweites Mal im Sommer aus, doch der Befall wird von Jahr zu Jahr stärker und der Baum entkräftet zunehmend. Zwei Bigbags wurden bei der Aktion mit zusammengefegtem Laub gefüllt. Die Bigbags wurden vom Bauhof abgeholt und zur Kompostieranlage gebracht, denn nur dort herrscht eine Temperatur von über 40 °C, die ein Schlüpfen der Miniermotten verhindert. Der BUND Jüchen möchte die wenigen großen Bäume der Gemeinde, zu denen die Rosskastanien gehören, erhalten und den Bäumen in ihrem Überlebenskampf helfen. 2011 hat die Gruppe deswegen die Aktion „Rettet die weißen Rosskastanien“ ins Leben gerufen, und entfernt befallenes Laub unter ausgewählten weißen Rosskastanien.

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