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Jugendfeuerwehr Jüchen: Reinigungsaktion für Abzeichen "Jugendflamme 3"

Jugendfeuerwehr in Jüchen : Jugendfeuerwehr reinigt zwei Spielplätze

Für ein Feuerwehr-Abzeichen mussten sich drei Jugendliche ein gemeinnütziges Projekt ausdenken. Deshalb starteten sie eine Reinigungsaktion. Weitere Aufgaben stehen noch an.

Dominic Küsters, David Kirsch und Finn Hilmer sind seit mehreren Jahren bei der Jugendfeuerwehr aktiv. Die drei 16 Jahre alten Nachwuchs-Feuerwehrleute streben nun das Abzeichen „Jugendflamme 3“ an, wofür sie umfangreiche Aufgaben absolvieren müssen. „Mein persönliches Ziel ist es, alle Abzeichen der Feuerwehr zu bekommen. Wir können so unser Hobby fördern und sogar Menschen helfen“, sagt David Kirsch.

Die Jugendflamme ist ein dreizügiges Abzeichen, das Jugendfeuerwehrmitglieder ablegen können. Die Jugendflamme 3 ist die höchste Bewertung, erklärt Julian Jungheim. „Die ersten beiden Abzeichen sind für die jüngeren Mitglieder und bei uns Voraussetzung, um eine Gruppe weiter zu kommen“, sagt der Leiter der Jugendfeuerwehr. „Die Jugendflamme 3 ist dann freiwillig.“ Die Jugendfeuerwehr in Jüchen ist sehr beliebt und zählt aktuell 43 Mitglieder, davon sieben Mädchen.

Seit 2011 haben erst sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr Jüchen das Abzeichen Jugendflamme 3 absolviert. Die Aufgaben sind umfassend. Die Anwärter müssen einen Kurs belegen und dann eine Erste Hilfe-Aufgabe lösen. Außerdem gehört eine komplexe Feuerwehraufgabe dazu – sowie die Umsetzung eines gemeinnütziges Projekts.

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„Die Idee mit den Spielplätzen hatte ich schnell“, sagt David Kirsch. Der Gesamtschüler aus Jüchen hat einen kleinen Bruder und hat selbst erlebt, dass die Plätze oft verdreckt sind. „Ich fand die Idee toll und habe mich gleich angeschlossen“, sagt Dominic Küsters, der in Hochneukirch wohnt. Auch Finn Hilmer aus Jüchen war schnell mit an Bord. Die Spielplätze für das Projekt wurden rasch gefunden: der Spielplatz an der Stadionstraße in Jüchen sowie der an der Marie-Juchacz-Straße in Hochneukirch. „Ich habe gesehen, dass es dort immer voller Dreck und Sand ist“, sagt Dominic Küsters.

Den Einsatz mussten die Drei gut planen. Sie besorgten Material von der Feuerwehr und holten sich bei Verantwortlichen für die Spielplätze Genehmigungen ein. Nun startete die Aktion. Die Jugendlichen fegten und sammelten Müll auf. Zudem spritzen sie den Platz in Hochneukirch mit einem Wasserschlauch ab, weil ein Hydrant in der Nähe war. Nach insgesamt fast fünf Stunden an beiden Tagen und zweieinhalb vollen Müllsäcken waren die Jugendlichen fertig. „Den Müll haben wir anschließend noch getrennt“, sagt Finn Hilmer, der seit 2015 bei der Jugendfeuerwehr dabei ist. Gefunden haben die Drei beispielsweise Getränke-Dosen, Zigarettenfilter und Tüten sowie Pizza-Kartons. „Aber auch viele Hundekotbeutel“, sagt David Kirsch.

Auf die Jugendlichen warten nun noch die Feuerwehraufgabe und eine 15-minütige Präsentation, bei der die Drei mehreren Mitgliedern der Feuerwehr ihr Projekt vorstellen müssen. „Es war schon anstrengend, aber nachher hat es sich gut angefühlt“, resümiert Finn Hilmer. „Wir würden es jederzeit wieder machen, gerade für die Kinder“, ziehen die anderen beiden ihr Fazit.