Jüchener Start-Up Dimension Beyond bietet Mitarbeiterschulungen mit VR-Brillen an

Das Jüchener Start Up Dimension Beyound : Mitarbeiter schulen im virtuellen Raum

Das Jüchener Start-Up Dimension Beyond bietet neue Technologie für Mitarbeiterschulungen an. Für solche Seminare müssen die Mitarbeiter nicht mehr zu Tagungsorten anreisen. Auch Konferenzen werden einfacher.

Das Jüchener Start-Up „Dimension Beyond“ möchte jetzt mit neuer Technologie in der virtuellen Realität (VR) den Arbeitsalltag revolutionieren. Thomas Sablotny aus Jüchen ist ein Teil dieses Projektes. Die neu gegründete Firma hat ihr Produkt nun erstmals in Köln auf der Messe vorgestellt. Thomas Sablotny und Jörg Pfeiffer sind spezialisiert auf Mitarbeiter-Trainings.

Sablotny ist bekanntlich auch Geschäftsführer der Firma Hoch3, die auch den B@mm-Jugendtreff in Hocheukirch betreibt und das Betreuungsprogramm in einer Jüchener Schule. Und er ist einer der Vorsitzenden des Stadtjugendrings. Mit seinen Firmen „Kobon“ und „Bluebird“ bietet er nun Konzepte an, mit denen Unternehmen die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter weiterentwickeln können.

Mit ihrem Wissen über die Weiterbildung von Mitarbeitern, haben Sablotny und Pfeiffer vor etwa einem Jahr, in Zusammenarbeit mit dem Kölner Technologie-Unternehmen „evrbit“, ein Start-Up gegründet, das ihre Coachings in die virtuelle Welt übertragen soll. Der Ablauf eines virtuellen Trainings könnte so aussehen: Die Teilnehmer werden von unterschiedlichen Orten aus mittels VR-Brillen zusammengeführt und von einem Seminarleiter in Form eines Avatars durch den virtuellen Raum geführt. Das Design der Avatare in dem Programm ist dabei möglichst schlicht gehalten, um zu vermeiden, dass Teilnehmer von der Arbeit abgelenkt werden. „Wir haben mit Absicht die Arbeit in den Vordergrund gestellt und auf Spielereien verzichtet“, erklärt Thomas Sablotny. Dadurch solle auch eine Überforderung der Mitarbeiter verhindert werden.

Start-Ups setzen in der Regel da an, wo in einer Branche seit längerer Zeit kein Fortschritt entstanden ist. Ein solches Gebiet scheint für das Unternehmen „Dimension Beyond“ der moderne Arbeitsmarkt  zu sein. Selbst in global arbeitenden Konzernen sei laut den Firmengründern die Telefon- oder Video-Konferenz immer noch das Höchste der Gefühle. „Das Problem ist, dass es dabei keine gut funktionierende Interaktion zwischen den Mitarbeitern gibt“, erklärt der Projekt-Manager von Dimension Beyond, Jörg Pfeiffer. Das Interessante an der Idee von Sablotny und Pfeiffer ist, dass die technischen Möglichkeiten für eine Übertragung in die virtuelle Realität bereits existieren.

Zusammen mit Mitarbeitern des Kölner Unternehmens „Evrbit“ hat Sablotnys Start-up einen bereits funktionierenden Prototypen entwickelt. Und der wurde jüngst auf der Messe „Zukunft Personal Europe“ in Köln erstmalig vorgestellt. Potenzielle Kunden konnten den Prototypen testen, indem sie von den Dimension Beyond-Mitarbeitern Matthias Lenssen und Thomas Sablotny durch den virtuellen Raum geführt wurden. „Wir haben viel in die Forschung und Entwicklung des Projekts gesteckt“, sagt Sablotny. Nun hoffen die Start-Up-Gründer auf Investoren, die ihr Vorhaben unterstützen. Dies wäre für die junge Firma wichtig, um die Technologie demnächst zu Marktpreisen anbieten zu können. „Wenn das gelingt, könnte dem internationalen Arbeitsmarkt ein großer Wandel bevorstehen“, hofft Sablotny.

Denn momentan sei es in globalen Unternehmen noch üblich, dass internationale Projektteams um die Welt fliegen, um vor Ort zusammenarbeiten zu können. Der finanzielle Aufwand dabei sei für die Firmen enorm, die Mitarbeiter verlören jede Menge Zeit während der Reisen und es werde zusätzliches CO2 produziert. Laut den Gründern von Dimension Beyond seien diese Probleme aber mit ihrer Technik zu lösen.

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