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Jüchener "Kräuterhexe" fällt mit Brennesselgemüse beim "Perfekten Dinner" durch.

Perfektes Dinner am Niedererrhein : „Kräuterhexe“ kocht sich beim Perfekten Dinner in die Nesseln

Die Hochneukircher Kräuterfachfrau Ingrid Paulußen schnitt beim Perfekten Dinner im Vox-TV schlecht ab. Sie nimmt’s gelassen und bleibt sich treu.

Brennnesseln auf dem Teller sind nicht das, was jeder gerne essen möchte: Das bekam die Kräuterfachfrau Ingrid Paulußen aus Hochneukirch, die beim Perfekten TV-Dinner auftischte, jetzt zu spüren. Mit ihrer Brennesselbeilage im Hauptgang setzte sie sich regelrecht in die Nesseln. Ihre vier Mitstreiter gaben Paulußen in der Vox-Serie, die noch bis einschließlich Freitag, jeweils ab 19 Uhr ausgestrahlt wird, nur 16 Punkte.

 Paulußen war das Wagnis eingegangen, ihre Gäste in Vor-, Haupt- und Nachspeise mit für sie offensichtlich ungewohnten Wildkräutern verwöhnen zu wollen. Die Schafgarbe war den Kandidaten zu bitter, das Brennesselgemüse war ihnen zu scharf: Das mag aber am Pfeffer gelegen haben, mit dem Paulußen bei dem spinatähnlichen Gemüse nicht gespart hatte.

An Reaktionen auf ihren TV-Auftritt mangelte es der Hochneukircherin nicht: Seit Dienstagabend kamen die Reaktionen fast im Minutentakt. Doch Paulußen sagte: „Ich lasse mich nicht beirren. Es war ein Spiel. Und nicht jeder ist nun mal bereit, sich auf etwas Neues einzulassen.“ Die Geschmacksnerven ihrer Mitstreiter seien für die Wildkräuter eben nicht bereit gewesen.

Übrigens hatte Paulußen durch ihre Bitte an ihre Dinnergäste, warme Jacken mitzubringen, im Vorfeld für wilde Spekulationen gesorgt. Zwei der vier Kandidaten stellten sich gar vor, die Hochneukircherin sei eine veritable (Kräuter)-Hexe, die im tiefen Wald in einer dunklen Hütte ohne Strom und Heizung (deshalb die warmen Jacken) wohne. Doch die Kandidaten staunten nicht schlecht, als sie stattdessen in einem modernen, hellen Wohnhaus an der Weststraße in Hochneukirch empfangen wurden. Und wie eine Hexe sah die in Pink gekleidete, freundliche Gastgeberin nun auch nicht aus. Die warmen Jacken waren für eine kurze Zeit am abendlichen Lagerfeuer gedacht, das Paulußen für ihre Gäste zwischen Hauptgang und Dessert in ihrem Garten entfacht hatte. Paulußen sagte: „Ich habe mich kaputt gelacht über die Befürchtungen meiner Mitkandidaten, ich wäre womöglich eine böse Hexe im tiefen Wald. Ich bleibe aber eine liebe Kräuterhexe“, sichert Paulußen zu.