Jüchener Gitarrenkonzerte starten mit Astor-Trio

Gitarrenkonzerte in Jüchen : Jüchener Gitarrenkonzerte starten mit Astor-Trio

Das 2003 gegründete Trio bot in der evangelischen Hofkirche mit ihrer guten Akustik ein außergewöhnliches Programm.

Das Jahresprogramm der Jüchener Gitarrenkonzerte steht und ist ein hochkarätiges Angebot an Liebhaber des sechssaitigen Instrumentes. Dazu gehört auch ein Open-Air-Konzert  am 22. Juni sowie das 4. Internationale Gitarrenfestival Jüchen in der Zeit vom 14. bis zum 17. November. Das Eröffnungskonzert zur Saison 2019 der Jüchener Gitarrenkonzerte fand in der evangelischen Hofkirche am Jüchener Markt statt. Eingeladen war das Kölner „Astor-Trio“, das sich in der Super-Akustik der Kirche nicht nur sichtlich wohl fühlte, sondern bei seinem Konzert den Zuhörern auch ein außergewöhnliches Programm bot.

Das „Astor-Trio“ ist ein Ensemble des „Kölner Klassik Ensembles“, das herausragenden nordrhein-westfälischen Musikern die Chance gibt, Kammermusik in verschiedensten Besetzungen zu spielen. Seit der Gründung im Jahr 2003 ist Tobias Kassung (41) der künstlerische Leiter, der seine Gitarre jetzt auch in Jüchen spielte.

Die musikalische Leitung hat Alexander Prushinsiky (37), der mit seiner Violine seit 2009 Erster Konzertmeister der Dortmunder Philharmoniker ist. Das Trio vervollständigt Lena Kravets (31). Sie ist nicht nur eine exzellente Cellistin, sondern auch die Ehefrau des künstlerischen Leiters.  Das Konzert begann mit der „Violinsonate D-Dur“, die letzte (1750) und zugleich bedeutendste Sonate von Georg Friedrich Händel. Das glanzvolle Geigenwerk hat Tobis Kassung für das Trio arrangiert, sich dabei sehr zurückgenommen, da er „nur“ den Continuopart (Cembalo) spielt.

Im kunstvollen dritten Satz aus der „Sonate E-Dur“ (BWV 1016) von Johann Sebastian Bach hatte die Gitarre dann auch ein wunderschönes Solo im Dialog mit der Violine bei gezupftem Violoncello.  Romantische Werke leiteten über zu Astor Piazolla, nach dessen Vornamen sich das Trio benennt. Wiederum hat Tobias Kassung zwei Sätze aus Piazollas berühmtester „Histoire du Tango“  – ursprünglich für Flöte und Gitarre –  geschmackvoll für das Trio arrangiert und schließlich mit seiner eigenen „Buenos Aires-Fantasie“ dem Tango-Weltmeister ein Denkmal gesetzt.