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Jüchen: Zweiter Stadtlauf hatte Start und Ziel auf dem Marktplatz

Fitness in Jüchen : Zweiter Jüchener Stadtlauf hatte Start und Ziel auf dem Marktplatz

So muss ein Stadtlauf sein: Start und Ziel waren auf dem Marktplatz, mitten in Jüchen. Selbst unter den Corona-Auflagen gelang so ein mitreißender Wettbewerb.

Den Termin für den zweiten Stadtlauf hatte Veranstalter Robin Pesch von Dream Big Events rasch gefunden: das erste Septemberwochenende. Da war von Corona noch keine Rede. Statt des Schulzentrums war dieses Mal der Markt Start und Ziel. „Eine Straßenlauf gehört ins Zentrum“, meinte Pesch. „Genießt die Sonne und habt einen schönen Tag“, rief er den Sportlern aller Altersklassen zu. Im Vergleich zum letztjährigen Stadtlauf war die Strecke anspruchsvoller. „Sie war sehr wellig“, meinte einer der Straßenläufer nach der Zielankunft.

Über 300 Aktive hatten sich angemeldet, knapp 100 weniger als 2019. „Das liegt eindeutig an Corona“, meinte Pesch. Zum einen wurde keine Werbung für den Lauf gemacht, zum anderen hätten sich viele von dem Virus abschrecken lassen. Außerdem war keine direkte Anmeldung kurz vor dem Start mehr möglich. Zudem hatte der Hauptsponsor, die Praxis Frijters, nicht mit der großen Starterzahl teilnehmen können.

Digital ging es nicht nur bei der Anmeldung zu, digital war auch die Siegerehrung. „Die Teilnehmer erhalten ihre Urkunde zugeschickt. „Eine Siegesfeier vor Ort muss leider entfallen.“ Das gilt für Thorsten Piepe als Sieger des Hauptlaufs über zehn Kilometer in 35 Minuten ebenso wie die Siegerin des Hauptlaufes, Jana Nikay, die für die Strecke 46,53 Minuten benötigte. Entfallen musste am Sonntag das geplante Rahmenprogramm, zu dem neben Aktionen auch Informationen gehören sollten. Lediglich einen Aktion war von den Behörden gestattet worden: ein von „Kids aktiv“ organisiertes Bogenschießen für Kinder auf dem Markt.

Zu den Startern beim zweiten Stadtlauf Jüchen gehörte auch Bürgermeister Harald Zillikens, der die 5000-Meter-Distanz in 30,33 Minuten zurücklegte und sich während seines Laufes darüber informieren konnte, ob die Hygiene-Auflagen eingehalten wurden. „Mit dem Kreisgesundheitsamt und dem Ordnungsamt von Jüchen haben wir die Bedingungen festgelegt“, sagte Pesch. Wie schon vor zwei Wochen beim Sommerlauf in Hochneukirch sorgte der Veranstalter dafür, dass sich alle Aktiven daran hielten. Abstand zu wahren war oberstes Gebot. Bei den vielen Besuchern habe das wohl nicht so richtig geklappt, merkte Bürgermeister Zillikens an. Die jetzt gemachte Erfahrung zu Massenveranstaltungen in der Innenstadt dürfte sicherlich einfließen in den St.-Martins-Zug und in den Nikolauslauf, sagte er.