Jüchen: Winterstopp beim Bau der Zeelink-Pipeline

Die Zeelink-Pipeline : Pipelinebau in Jüchen ruht

Länger als ursprünglich geplant dauern die Bauarbeiten an der Erdgasfernleitung Zeelink im Stadtgebiet Jüchen. Zurzeit ruhen dort die Bauarbeiten.

Nach einer aktuellen Aussage des dortigen Bauleiters sollen die Arbeiten am 13. Januar wieder aufgenommen werden, so teilte die Stadtverwaltung Jüchen mit. Auf der Baustelle im Bereich Hochneukirch seien aufgrund der schlechten Witterung zurzeit alle Gewerke eingestellt.

Die Bauarbeiten für die 216 Kilometer lange Erdgasfernleitung Zeelink sind am 1. April 2019 offiziell gestartet. Für die zu realisierenden Leitungsabschnitte wurde mit dem Leitungsbau begonnen. Hierzu zählen im ersten Bauabschnitt der Abschnitt Lichtenbusch bis Eschweiler-Röhe mit rund 18,6 Kilometern, der Bauabschnitt zwei von Eschweiler-Röhe bis Station Hochneukirch über rund 42,6 Kilometer, der Bauabschnitt drei von Hochneukirch bis St. Hubert über rund 43,9 Kilometer und der Bauabschnitt vier bis zur Station Dämmerwald mit rund 61,4 Kilometer. Der Bau erfolgt weitestgehend von Nord nach Süd in Form einer Linienbaustelle. Nördlicher Endpunkt der Erdgasfernleitung Zeelink ist in Legden bei Ahaus. Insgesamt ist eine Bauzeit von knapp zwei Jahren vorgesehen; die Inbetriebnahme ist im März 2021 vorgesehen.

Von Seiten der Stadt Jüchen war eine Baustellenausfahrt zwischen den Ortsteilen Wey und Waat an der L31 genehmigt worden. Diese Genehmigung war ursprünglich bis Ende Januar 2020 begrenzt und ist nun verlängert worden. Nach dem 13. Januar beginnen dann auch die Arbeiten für den Abschnitt im Bereich des Regioparks. Die Arbeiten in Hochneukirch erfolgen von Nord nach Süd. Die ersten Schweißarbeiten starteten am 26. Juni. Schrittweise finden während des Leitungsbaus archäologische Erkundungen und Arbeiten zur Kampfmittelräumung statt. Dazu gab es bisher in Jüchen keine besonderen Funde.

Mit Einschränkungen für den regionalen Straßenverkehr sei nicht zu rechnen, heißt es von der Stadtverwaltung. Sperrungen werde es, falls überhaupt notwendig, immer nur kurzzeitig geben. Sollten Verschmutzungen entstehen, etwa im Bereich von Trassenquerungen oder Trassenausfahrten, werden diese unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten mit einem Kehrwagen beseitigt, versichert Zeelink.

Baustelle fuer die Zeelink Gas-Leitung zwischen Waat und Wey. Foto: Georg Salzburg(salz)

Die Trasse werde während der Bautätigkeit dort erkennbar sein, wo Straßenquerungen und Unterpressungen durchgeführt werden. „Da wir überwiegend Felder beanspruchen, ist die Trasse nicht gleich ‚sichtbar‘“, erläutert Helmut Roloff, Pressemitarbeiter des Investors Open Grid. Die vom Pipelinebau betroffenen Kommunen waren bei der Planung und bei der Realisierung nur als die üblichen Beteiligten des Verfahrens wie viele andere Kommunen eingebunden. Die Anregungen und Bedenken waren von der Bezirksregierung Köln als zuständige Behörde des Planfeststellungsverfahrens geprüft und bewertet worden. „Jetzt ist das Ding durch“, meint Manfred Orth. Die Erlaubnis zum Bau der insgesamt 216 Kilometer langen Pipeline von der belgischen Grenze bis nach Westfalen sei gegeben. Der Planfeststellungsbeschluss ist im Januar 2019 ergangen.