Jüchen: Sportvereine können jetzt 30.000 Euro Zuschuss pro Jahr erhalten

Sportausschuss verabschiedet neue Förderrichtlinien : 30.000 Euro Zuschuss für Jüchener Sportvereine

Einhellige Zustimmung bei den Politikern fanden im Sportauschuss jetzt die neuen Richtlinien zur Förderung des Sports in der Gemeinde Jüchen, die ab Januar 2018 rückwirkend gelten sollen.

Danach gewährt die Gemeinde, wenn es die Haushaltslage zulässt, jetzt sogar einen jährlichen Zuschuss von 30.000 Euro an Sportvereine, wenn sie dem Landessportverband angehören und ihre Gemeinnützigkeit anerkannt ist.

Die Bildung einer Kommission, die sich mit Fragen der beiden Hallenbäder in Jüchen und Hochneukirch befassen soll, hat der Sportausschuss in ebenfalls beschlossenen. Zur Bäderkommission gehören Vertretrer der Vereine, die die beiden Bäder betreiben (DLRG Hochneukirch und TV Jüchen) sowie aus dem Sportausschuss und Dezernent Oswald Duda. Den Anlass für die Bäderkommission gab die Diskussion um den Fehlbedarf im Hallenbad Hochneukirch. Die DLRG ist bereits von der Verwaltung angewiesen worden, den Zuschussbedarf so gering wie möglich zu halten.

Außerdem ging es im Fachausschuss um einen Antrag des Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes (GSV), Heinz Kiefer: Er möchte, dass der GSV künftig frühzeitig an allen, den Sport betreffenden Maßnahmen beteiligt wird. Das lehnt die Verwaltung ab und argumentiert, die Gemeinde beteilige den GSV immer dann, wenn dies vom jeweiligen Verein gewünscht werde. Die Verwaltung bringe wichtige Themen aus dem Geschäft der laufenden Verwaltung stets in den Sportausschuss. Der GSV sei durch Heinz Kiefer als Sachverständiger Bürger im Sportausschuss vertreten. Dieser Bewertung schloss sich der Ausschuss einstimmig an.

Diskussionslos wurden außerdem eine neue Flutlichtanlage und ein neuer Ballfangzaun für den Sportplatz des SV Bedburdyck-Gierath vom Fachausschuss „durchgewinkt“. Die neue Flutlichtanlage wäre im übrigen von einem möglichen Investitionsstopp, der zunächst bei einer Entscheidung für einen Sportentwicklungsplan gegriffen hätte, ohnehin nicht betroffen gewesen: Darüber hatte die Verwaltung den Fachausschuss bereits informiert. Denn für diese Flutlichtanlage hat die Verwaltung bereits im vergangenen Herbst eine Bezuschussung aus dem Projektetat für Klimaschutz in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beantragt. Es soll eine LED-Beleuchtung am Sportfeld in Gierath installiert werden. Auf den Förderbescheid wartet das Sportamt allerdings noch.

(gt)
Mehr von RP ONLINE