Jüchen: Seniorennetzwerk bietet Kurse für Angehörige von Demenzkranken

Seniorennetzwerk 55plus Jüchen : Seminare für Angehörige, die Demenzkranke pflegen

Die Angebote des Seniorennetzwerk 55plus Jüchen beginnen jeweils im Januar. Dabei geht es um die Pflege an sich und um Möglichkeiten zum Gedächtnistraining.

Das Seniorennetzwerk 55plus Jüchen bietet im neuen Jahr wieder gemeinsam mit dem Kreiscaritasverband ein Gedächtnistraining an. In Kooperation mit dem Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW und der AOK Rheinland/Hamburg gibt es einen Lehrgang für pflegende Angehörige, die Demenzkranke betreuen.

Zum Gedächtnistraining erläutern die Veranstalter: Das Gedächtnis sammelt ständig Informationen und speichert sie. Nur das Erinnern fällt im Laufe der Jahre immer schwerer. Kursteilnehmer lernen verschiedenste Übungen zur Merkfähigkeit, Konzentration, Wortfindung, Formulierung kennen und für sich zu nutzen. Zusätzliche Entspannungselemente sollen die Merkfähigkeit verbessern und bei der Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen helfen. Die Kursnachmittag finden im Netzwerkbüro in Haus Katz, Alleestraße 1, unter Leitung von Hans Hensen statt. Er ist Dozent in der Erwachsenenbildung und Entspannungspädagoge.

Die Termine sind vom 7. Januar bis zum 4. Februar. jeweils von 14 bis 16 Uhr (45 Euro für zehn Stunden) sowie vom 9. Januar bis zum 20. Februar, jeweils von 14.30 bis 15.30 Uhr (31,50 Euro für sieben Stunden).

„Leben mit Demenz“ ist das Seminar betitelt, das ebenfalls im Netzwerksbüro in Haus Katz stattfindet. In der Erläuterung dazu heißt es: In Nordrhein-Westfalen leben etwa 300.000 Menschen mit der Diagnose Demenz. Die Symptome, die mit dieser Erkrankung einhergehen, fordern den Betroffenen und ihren Angehörigen ab, den Alltag zwischen Kindererziehung und Betreuung eines demenziell erkrankten Angehörigen neu zu organisieren und auf krankheitsbedingte Veränderungen abzustimmen. Demenz kann ein Verhalten zur Folge haben, das einem gesunden Menschen unlogisch erscheint. Die Kommunikation funktioniert nicht mehr. Der Betroffene wird zu einem Fremden, seine Persönlichkeit ist nicht mehr vertraut. Hinzu kommen zunehmend pflegerische Aufgaben. Die Möglichkeiten, sich „Auszeiten“ zu nehmen, schwinden. In acht Kurseinheiten zu jeweils 90 Minuten wird die Möglichkeit gegeben, sich über das Krankheitsbild Demenz und die damit einhergehenden Herausforderungen zu informieren und auszutauschen.

Die Themen sind dabei die medizinischen Aspekte der Demenz, Menschen mit Demenz verstehen, Bewältigungsstrategien, Krisenbewältigung und Entlastungsmöglichkeiten für Pflegende, rechtliche und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten, Demenz zuhause bewältigen und die Selbstsorge für pflegende Angehörige. Die Teilnahme ist für Mitglieder aller Krankenkassen kostenfrei. Außerdem wird die Betreuung der pfegebedürftigen Angehörigen während der Seminarzeiten auf Nachfrage angeboten.

Die Termine sind für den Kursus I am 15., 22. und 29. Januar, am 19. Februar, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Kursus II findet am 14. und 21. Oktober sowie am 18. November, jeweils von 14 bis 17 Uhr statt.

Information und Anmeldungen für alle Angebote beim DRK-Kreisverband Grevenbroich, Am Flutgraben 63, 41515 Grevenbroich, Telefon 02181 650024,E-Mail: apeltzer@drk-grevenbroich.de.

(NGZ)