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Jüchen: Senioren-Park carpe diem bereitet Besuche am Muttertag vor

Jüchener Altenheim : Senioren-Park ermöglicht Besuche zum Muttertag

Dass die Kontaktsperre in Altenheimen in NRW gelockert wurde, hat im Jüchener Seniorenheim für lange Arbeitstage und viel Stress gesorgt. Pünktlich zum Muttertag kann es dennoch losgehen. Das Interesse ist groß.

Was für viele Angehörige eine Erleichterung war, war für Marie Kronen zunächst einmal „Stress pur“, wie sie sagt. Pünktlich zum Muttertag am Sonntag dürfen Angehörige wieder Altenheimbewohner besuchen. Auch im Senioren-Park carpe diem, in dem Marie Kronen die Ergotherapie (Sozialer Dienst) leitet.

„Wir hätten uns da mehr Vorlauf gewünscht“, sagt Kronen. Stattdessen hätten sie parallel zur restlichen Bevölkerung von der Neuregelung erfahren. Bevor sie in Jüchen ein Besuchskonzept entwickeln konnte, hatten schon die ersten ungeduldigen Angehörigen angerufen.

Aber immerhin: Mit viel Stress und langen Arbeitstagen hat es funktioniert. Ab Sonntag können Besucher an fünf „Fenstern“ ihre Angehörigen besuchen. Nach dem Auftakt sollen so immer von montags bis freitags an zwei Vormittags- und vier Nachmittagsterminen halbstündige Besuche von zwei Angehörigen pro Bewohner möglich sein. „Wir versuchen das so zu regeln, dass Sonntag oder Montag jeder einmal Besuch bekommt“, sagt Kronen. „Dann sehen wir weiter.“

Bislang musste Kronen noch keinen Besuchswunsch ablehnen, die Kapazitätsgrenzen sind jedoch langsam erreicht. Am Freitag arbeitete Kronen noch ihre Telefonliste ab. Jeder nächste Angehörige wurde über die Möglichkeit informiert. „Viele Angehörige weinen bei dem Anruf“, sagt sie. Das Besuchsverbot war für alle eine emotionale Angelegenheit. So erwartet Kronen auch für Sonntag viele Gefühle.

(mlat)