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Jüchen: Schloss Dyck zeigt preisgekrönte Fotografien

Ausstellung in Jüchen : Preisgekrönte Fotografien in Schloss Dyck zu sehen

Die drei Preisträger des internationalen Gartenfotografen-Wettbewerbs „IGPOTY“ stellen ihre Arbeiten zurzeit in Schloss Dyck aus. Zu sehen sind insgesamt 39 Fotografien, die zum Teil wie die Stillleben alter Meister wirken.

Der Blick über die nach einem Orkan geknickten Nadelbäume hin zum Bergmassiv der Dolomiten lässt ebenso staunen wie die filigrane Darstellung eines Insekts mit allen Details. Der abgelichtete Obstteller wird so real, dass der Betrachter zugreifen will. Die Blüte scheint mit einem feinen Pinselstrich gemalt, ist tatsächlich doch eine Fotografie. Diese Bilder gehören zur Ausstellung „IGPOTY“, die auf Schloss Dyck zu besichtigen ist.

Diese Ausstellung mit preisgekrönten Fotografien zum Themenbereich Garten und Natur soll zum dauerhaften Bestandteil des Winterprogramms werden. Bereits zum dritten Mal präsentiert die Stiftung Schloss Dyck im Obergeschoss des Wasserschlosses die Ausstellung „IGPOTY“, die „International Garden Photographer of the Year“. Und es wird nicht die letzte Präsentation dieser Art sein. „Wir haben den Vertrag mit dem Veranstalter des internationalen Fotografenwettbewerbs verlängert“, sagt Stiftungsvorstand Jens Spanjer, „so dass wir auch in den nächsten Jahren die Fotos bei uns ausstellen können.“ Damit werde Schloss Dyck seiner Funktion als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur gerecht.

Vor mehr als zehn Jahren wurde in Großbritannien der erste internationale Preis für Gartenfotografie gestiftet. Seitdem werden jährlich Preise in unterschiedlichen Kategorien verliehen. Teilnehmen am weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb kann jeder, vom Smartphone-Knipser bis hin zum Profi. In diesem Jahr wurden Preise in 13 Kategorien verliehen, die allesamt den Garten und die Natur zum Inhalt haben. „Damit vereint der Wettbewerb ganz unterschiedliche Aspekte der Gartenfotografie in einer Schau und bildet eine gelungene Ergänzung zu Gartenschau, die bereits seit Jahren bei uns in Dyck eine etablierte Ausstellung mit wechselnden Themenschwerpunkten ist“, ergänzt der Kunsthistoriker Martin Wolthaus, der als Kurator die Ausstellung im Wasserschloss verantwortet.

Die 39 Fotografien der drei Preisträger in den 13 Kategorien wurden den Möglichkeiten der Ausstellungsräume angepasst. „In der englischen Originalausstellung sind alle Fotografien im gleichen Format dargestellt“, erklärt der Kurator. Die Ausstellungsräume im Schloss ermöglichen es, die Fotografien in anderen Dimensionen zu zeigen.

Neben den gewaltigen, die Wand ausfüllenden Landschaftsfotografien gibt es quadratische Formate, die Blumen darstellen oder etwa eine Biene, die derart genau dargestellt wird, dass sogar das „dritte Auge“ auf der Stirn sichtbar ist. Manchen Fotografien erscheinen auf den ersten Blick wie Gemälde von Stillleben alter Meister. Da hatte Wolthaus alle Hände voll zu tun, für die 39 Exponate die passende Größe im passenden Raum zu finden. „Ich bin etliche Kilometer durch das Obergeschoss gelaufen und habe viele Formate ausprobiert, bis ich endlich wusste, welches Foto in welcher Größen und in welchem Raum seinen Platz haben muss“, berichtet er.

Die Resonanz auf die Ausstellung sei gut, freut sich Jens Spanjer. Sie trage zu einer Steigerung der Besucherzahlen bei. Unter Einhaltung der Corona-Bedingungen werden die Betrachter in einem Einbahnstraßen-System über den Flur und die Räume im Obergeschoss des Schlosses geführt.