Jüchen: Schlechte Sicht beim Einmünden in die Kölnerstraße

Schlechte Sichtverhältnisse an der B59 : Gefahr für Radfahrer bei der Ausfahrt aus Tiefgarage in Jüchen

Das Problem betrifft nicht nur Renate Schiffer. Das Wohngebäude hat 21 Parteien. Die meisten der Bewohner haben ein Auto in der Tiefgarage.

Die Bewohner des Wohnhauses über der Sparkasse an der Kölnerstraße haben ein Problem. Jedes Mal, wenn sie mit ihrem Auto die Tiefgarage verlassen, kann schnell eine riskante Situation entstehen, weil die Sicht auf die Straße so schlecht ist. „Wenn man aus der Tiefgarage fährt, sieht man nicht, ob auf dem Radweg ein Radfahrer kommt“, sagt Renate Schiffer, die auf die Gefahrenquelle aufmerksam macht. Die schlechte Sicht würde zusätzlich häufig durch falsch parkende Autos auf der Straße verstärkt, beobachtet sie. Der Spiegel, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite angebracht sei, verbessere die Einsicht auf den Radweg kaum.

Das Problem betrifft nicht nur Renate Schiffer. Das Wohngebäude hat 21 Parteien. Die meisten der Bewohner haben ein Auto in der Tiefgarage. So meldete sich ebenfalls Thomas Scherer, ein weiterer Anwohner aus dem Gebäude. Er sagt: „Gerade nachmittags, wenn auf der B59 richtig viel los ist, kommt es zu gefährlichen Situationen.“ Renate Schiffer habe selbst schon äußerst riskante Situationen bei der Ausfahrt aus der Tiefgarage erlebt. Einen vorbeikommenden Fahrradfahrer habe sie erst im letzten Moment erkennen können. Beinahe hätte es gekracht. „Da haben der Radfahrer und ich noch Glück gehabt“, sagt die Rentnerin. Um zu verhindern, dass es bald tatsächlich zu Unfällen kommt, müsse gehandelt werden, fordert sie.

Die Stadtverwaltung kündigt auf Anfrage unserer Redaktion an, nun das Parkverhalten an der Stelle durch das Ordnungsamt im Auge zu behalten. Da aber bislang jedoch kein meldepflichtiger Unfall und keine Beschwerden bei der Stadt vorlägen, bestehe derzeit kein Anlass, an der Verkehrssituation etwas zu verändern, teilt Stadtsprecher Norbert Wolf mit. Er räumt aber ein: „Möglicherweise könnte eine Warnlampe die Situation entschärfen. Diese müsste jedoch auf dem Grundstück des Hauses angebracht werden, wofür der Haus-Besitzer oder die Hausverwaltung zuständig wäre“, informiert Wolf.

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