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Jüchen: Nikolausmarkt lockt Scharen ins Kloster

Nikolauskloster in Jüchen : Nikolausmarkt lockt Scharen ins Kloster

Der Nikolausmarkt in Damm zieht viele Besucher längst nicht nur aus Jüchen,sondern aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus an. An 90 Ständen auf dem Klosterareal konnten sie sich auf die Adventszeit einstimmen.

Wenn der Duft von Waffeln und anderem Leckerem auf dem Gelände rund um das Nikolauskloster in die Nase steigt und etliche menschen entlang der Buden und stände bummeln. dann hat der über Jüchen hinaus beliebte Nikolausmarkt geöffnet. Am Wochenende vor dem ersten Advent strömten viele Besucher von nah und fern nach Damm, um das beschauliche Ambiente zu genießen und sich auf die vorweihnachtliche Zeit einzustimmen.

Am Eingang wurden sie von den Klängen aus der Elektroorgel von Erich Leinz empfangen. Der Grevenbroicher hatte 2018 sein Debüt auf dem Nikolausmarkt gegeben. Er will die Besucher mit seiner Freude am Orgelspiel und an der Musik anstecken. „Wenn ich sehe, dass der Hüftschwung einsetzt, weiß ich, dass ich es richtig mache“, sagte er lachend.

Neben Schals, Fellwesten, warmen Socken aus reiner Schafwolle, Kerzen, Holzarbeiten oder Adventsgestecken boten die Brüder Michael und Ralf Heyn Weihnachtskrippen, Figuren und Zubehör aus eigener Herstellung an. Die Krippenbauer sind Stammgäste auf dem Markt im Nikolauskloster: „Wir sind bestimmt bereits zum sechsten Mal hier und freuen uns schon im Vorfeld darauf. Das Ambiente ist ein Traum, und das Publikum ist toll“, sagte Ralf Heyn.

  • Nikolauskloster : Im Kloster wird schon der Nikolausmarkt vorbereitet
  • Nikolausmarkt im Nikolauskloster
(Aufgrund des Wetters
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  • Pater Andreas Petith, Schulseelsorger am St.
    Nikolauskloster in Jüchen-Damm : Pater Andreas Petith wird wieder Leiter des Nikolausklosters

Jedes Jahr warten sie mit Neuigkeiten auf, so dass auch Stammkunden auf ihre Kosten kommen. „In diesem Jahr haben wir einen Schafstall als Anbauelement im Sortiment sowie LED-Beleuchtung.“ Pater Andreas Petith, der erst im Sommer als Leiter des Nikolausklosters aus dem österreichischen Maria Tafel in der Diözese St. Pölten an die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt war, schlenderte gemütlich an den Ständen entlang, schaute hier, plauderte dort und erläuterte: „Ich habe den Weihnachtsmarkt im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Da war er sehr klein und stark fokussiert auf Menschen, die sich mit ihren Waren sehr für das Kloster eingesetzt haben.“

Das habe sich gewandelt und sei zu einer „respektablen Geschichte“ geworden. „Doch das alles wäre nicht möglich ohne den unermüdlichen Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die die Ordensgemeinschaft unterstützen und Dinge mittragen“, betont Pater Andreas Petith.

Unermüdlich brachten die ehrenamtlichen Helfer Grünkohl, Pommes, Waffeln oder Glühwein an den Mann oder die Frau, verkauften liebevoll Selbstgebasteltes an eigenen Ständen – alles im Sinne des Klosters.

Eine von ihnen ist Gundi Stöckl aus Büttgen, die sich mit sechs Freundinnen getroffen hat, um zu malen, zu töpfern, zu sägen oder weihnachtliche Grußkarten zu basteln. „Unser Erlös kommt zu 100 Prozent dem Kloster zugute, wir finden, das ist ein sinnvoller und guter Zweck.“

Der Nikolausmarkt dient auch dazu, das Kloster finanziell zu unterstützen. Im Niolauskloster sind übrigens mehrere Investitionen geplant. Im kommenden Jahr soll der Eingang in die Kirche barrierefrei gestaltet werden. Derzeit ist die Ordensgemeinschaft schon in Gesprächen mit einem Architekten und dem Amt für Denkmalschutz. Zudem stehen in naher Zukunft umfangreiche Dacharbeiten an.