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Jüchen: Nikolauskloster überträgt Gottesdienst am Sonntag bei Youtube

Übertragung aus Jüchen : Nikolauskloster bietet am Sonntag Livestream an

Die Gottesdienst-Türen bleiben in Jüchen für die Gläubigen derzeit geschlossen. Am Wochenende können alle Interessierten die Heilige Messe aber zumindest im Internet mitverfolgen.

Als steingewordenes Zeugnis für den Glauben ist das Nikolauskloster nicht nur für seine Bewohner ein besonderer Ort – ein Ort, der mit seinen jahrhundertealten Gebäuden nicht nur schon immer dagewesen, sondern auch für die Ewigkeit gemacht zu sein scheint. Ein Ort, der für viele Menschen ein Garant des Glaubens an Gott und seiner Nähe zu den Menschen ist.

„In diesen Wochen, die geprägt sind von Sorge und Angst um Gesundheit und wirtschaftliche Existenz erfährt das Kloster einen vermehrten Zustrom von einzelnen Menschen, die die Besinnung und das Gebet in besonderer Weise suchen“, teilt das Kloster mit. Viele drückten dabei ihr Bedauern darüber aus, zur Zeit an keinem öffentlichen Gottesdienst in der Klosterkirche teilnehmen zu können.

Um in dieser Situation eine kleine Abhilfe zu schaffen, soll am Sonntag, 19. April die Heilige Messe aus dem Kloster übertragen werden. Der Livestream soll dann um 10 Uhr unter www.youtube.com abrufbar sein. Wer zuschauen will, sollte dort im Suchverlauf einfach „Nikolauskloster“ eingeben. Die Idee dazu hatte Max Austerschmidt, einer der Klostermessdiener. Technisch versiert und voll motiviert wird er die Übertragung mit einem Team von Messdienern organisieren.

An allen anderen Tagen feiert die Oblatenkommunität des Klosters stellvertretend für alle Gläubigen die Heilige Messe. Laut Kloster, weil in der aktuellen Situation gerade die Feier der Eucharistie Auftrag der Kirche sei, um die Sorgen der Menschen vor Gott zu bringen und ihnen auch weiterhin geistlich nahe zu sein.

Die Auswirklungen des Coronavirus machen sich laut eigenen Angaben mehr und mehr auch im Kloster bemerkbar. Mit dem Wegfall des Kuchenverkaufs, der Übernachtungen, der Kurse und Seminare seien auch dort die Einnahmen weggebrochen. Dennoch blickten die Bewohner zuversichtlich in die Zukunft.

(RP)