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Jüchen: Neuer Kita-Wagen schafft Platz für zusätzliche Kinder

Kindergarten-Plätze in Jüchen : Neuer Kita-Wagen schafft Platz für zusätzliche Kinder

Die Stadt hat an der Kita „Sausewind“ einen Gruppenraum auf Rädern postiert, einen Kita-Wagen. Darin wird eine zusätzliche Kindergarten-Gruppe untergebracht. Warum die Stadt den Wagen beschafft hat und was er alles bietet.

Nein, die Kindertagesstätte „Sausewind“ an der Weststraße in Hochneukirch hat nicht das Fernweh gepackt, sie geht nicht auf Reisen – auch wenn auf dem Außengelände nun ein großer Wagen steht, der gut zum Wohnen im Urlaub geeignet wäre. Die Stadt hat dort einen sogenannten Waldkindergartenwagen aufgestellt, der romantisches Flair verbreiten dürfte. Mit dieser Lösung will die Verwaltung übergangsweise der großen Nachfrage nach Kitaplätzen entsprechen.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen boomt nämlich im Raum Hochneukirch, unter anderem wegen mehrerer Neubaugebiete. In der Vergangenheit war deshalb die städtische Kita an der Bahnstraße, das Montessori Kinderhaus in Otzenrath, um eine vierte, fünfte und für eine Übergangszeit um eine sechste Gruppe erweitert worden. Doch die Nachfrage steigt weiter, an der Gartenstraße ist deshalb eine große Kindertagesstätte für fünf Gruppen im Bau, die Anfang 2022 den Betrieb aufnehmen soll.

Aber schon vorher werden zusätzliche Plätze benötigt: Deswegen hat die Stadt jetzt an der Kita „Sausewind“ den Waldkitawagen postiert – für eine zusätzliche Gruppe entsprechend der Bedarfsplanung des Kreisjugendamtes. Der elf Meter lange und drei Meter breite Wagen ist mit WC-Raum, kleiner Küchenzeile, Sitzmöglichkeiten sowie einer Hochebene als Spiel- oder Schlaffläche ausgestattet. Der mobile Gruppenraum bietet Platz für 15 bis 20 Kinder und ist wegen seiner Heizung ganzjährig nutzbar. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 70.000 Euro, vor der Aufstellung waren Strom- und Wasseranschlüsse sowie Abwasserleitungen gelegt worden.

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Allerdings wird die neue Kita-Gruppe nicht allzu lange in dem Wagen spielen: Sie und die temporäre sechste Gruppe in Otzenrath werden als erstes in den Neubau an der Gartenstraße umziehen. Natürlich hat der neue Wagen, wie Stadtsprecher Norbert Wolf erklärt, danach nicht ausgedient: Er soll beispielsweise für Projekte oder zur Behebung räumlicher Engpässe weiter genutzt werden.

(cso-)