Jüchen: Neuer Bergahorn nach Vandalismus am Naturlehrpfad gepflanzt

Nach Vandalismus : Neuer Bergahorn am Naturlehrpfad in Jüchen gepflanzt

Der nicht einmal zwei Jahre alte Wanderweg in Jüchen fällt regelmäßig Vandalismus zum Opfer. Ein zerstörter Baum ist nun ersetzt worden.

Seit kurzem ist der rund drei Kilometer lange Naturlehrpfad in Jüchen wieder um eine Attraktion reicher. In Zusammenarbeit mit der Stadt pflanzte der Nabu Jüchen einen Bergahorn an der Rückseite des Gymnasiums.

Der neue Bergahorn wurde am Naturlehrpfad gepflanzt. Foto: Nabu Jüchen

Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle ein solcher Baum steht. Bereits zum Start des Naturlehrpfads im Mai 2018 stiftete der Bürgerschützen- und Heimatverein (BSHV) Jüchen einen Bergahorn. Im vergangenen Sommer fiel er dem Vandalismus zum Opfer. „Bei einem Kontrollrundgang im Juli war er plötzlich verschwunden“, sagt Rudolf Kuhn vom Nabu. „Der Hausmeister des Gymnasiums hat den rund vier Meter hohen Baum später noch in der Nähe gefunden.“ Bereits zuvor habe dieser beobachtet, wie sich Schüler an der Pflanze zu schaffen machten. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass man einfach einen gepflanzten Baum stiehlt. Vandalismus und Diebstähle an öffentlichen Einrichtungen schaden allen Bürgern und sind kein Jugendstreich, sondern kriminelle Handlungen“, sagte BSHV-Präsident Thomas Lindgens damals.

Überhaupt ist der Naturlehrpfad seit seiner Eröffnung regelmäßig von solchen Vorfällen betroffen. Mehrere Schilder wurden bereits beschädigt. Müll und Unrat sammelten sich bald entlang des Weges. Im März 2019 erstattete der Nabu Anzeige bei der Kreispolizei. Damals waren 17 der Informationstafeln besprüht und fünf komplett zerstört worden. „Das ist hier leider Gang und Gebe“, sagt Kuhn.

Dennoch hat er Hoffnung, dass es dieses Mal besser wird. Beim zweiten Versuch mit dem Bergahorn. Sein Mitstreiter Paul Quack vom Nabu würde regelmäßig seine Kontrollrunde drehen. Und auch der Hausmeister des Gymnasiums habe bestimmt jetzt ein noch genaueres Auge auf den Baum, vermutet Kuhn. Damit der Bergahorn besser gegossen werden kann, verfügt er nun zudem über eine Kunststoffmanschette. Es ist also alles bereitet für einen glücklicheren Verlauf.