Jüchens Bürgermeister darf den Hammer schwingen Neue Kita wird im Sommer fertig sein

Jüchen · Der Bau der neuen Kindertagesstätte an der Stadionstraße geht voran. Am Donnerstag konnte Richtfest gefeiert werden. Der Kostenrahmen von 4,9 Millionen Euro wird voraussichtlich eingehalten.

Bürgermeister Harald Zillikens trieb mit gekonnten Hammerschlägen den letzten Nagel ins Dach der neuen Kindertagesstätte.

Bürgermeister Harald Zillikens trieb mit gekonnten Hammerschlägen den letzten Nagel ins Dach der neuen Kindertagesstätte.

Foto: Georg Salzburg (salz)

Schwungvoll und mit Können trieb Bürgermeister Harald Zillikens den letzten Nagel in die Dachkonstruktion, womit der Bau der neuen Kindertagesstätte an der Stadionstraße in Jüchen einen wichtigen Schritt nach vorne getan hat. Denn als am Donnerstag Richtfest gefeiert wurde, wurde auch deutlich, dass der Kostenrahmen voraussichtlich eingehalten werden kann – und das trotz einer zweiwöchigen Pause, als Anfang des Jahres wegen schlechten Wetters nicht mehr weitergebaut werden konnte.

Dennoch soll die Kita bis August fertig sein. Dann wird die neue Leiterin Jessica Cornelius eine fünfgruppige Tagesstätte leiten können. Sie war beim Richtfest ebenso dabei wie Vertreter von Rat und Verwaltung sowie vom Kreisjugendamt. Unter die Gäste hatten sich auch schon einige Eltern mit Kindern gemischt, die schon einmal sehen wollten, wo die Kleinen demnächst betreut werden.

„Es ist die dritte Kita, die wir nach diesem System bauen“, sagte der Bürgermeister. So habe man schon Routine entwickelt. Denn die Einrichtung an der Stadionstraße ist baugleich mit den Kitas in Otzenrath und Hochneukirch, Gartenstraße. Das System und die Routine hat auch Heinz Berger entwickelt. Der Architekt baut nun in Jüchen seine dritte Kita in der Stadt. „Er stellt sicher, dass wir am 1. August fertig werden“, sagte Zillikens.

Das die künftige Leiterin beim Richtfest dabei war und zudem Eltern und Großeltern der zu betreuenden Kinder mitgebracht hatte, bezeichnete der Bürgermeister als „die beste Bauaufsicht, die wir haben.“ Sie würden mit dafür sorgen, dass die Kita fristgerecht fertig werde und man einziehen könne.

 Auch Kinder kamen am Donnerstag zum Richtfest an die Stadionstraße. Bis zur Eröffnung der Kita wird es aber noch einige Monate dauern.

Auch Kinder kamen am Donnerstag zum Richtfest an die Stadionstraße. Bis zur Eröffnung der Kita wird es aber noch einige Monate dauern.

Foto: Georg Salzburg (salz)

Das Grundstück, auf dem die neue Kita stehen wird, gehört der Stadt, die vom Bauvolumen in Höhe von 4,9 Millionen Euro noch einen hohen Eigenanteil zu tragen hat. Doch es gab auch große finanzielle Hilfe, um den Bau zu ermöglichen. Das Land NRW fördert die Errichtung der Kita mit 2,5 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Million Euro, die der Rhein-Kreis Neuss zur Verfügung stellt. Zudem hat die Stadt Anspruch auf 95.200 Euro von der KfW, der Bank, die 1948 auf Grundlage des Gesetzes über die Kreditanstalt für Wiederaufbau gegründet wurde. Die Förderung durch die KfW bezieht sich dabei auf die Klimafreundlichkeit, die das Gebäude bekommen soll.

„Es wird hier ein Bewegungskindergarten entstehen“, sagte der Bürgermeister. Rundherum gebe es ideale Voraussetzungen. In Sichtweite der neuen Kita lägen Sportplätze, es ständen dort Turnhallen und es gebe Tennisplätze. Hinzu komme das Hallenbad nur ein paar Meter weiter an der Stadionstraße. „Das ist ein ideales Umfeld für die Kinder, um in Bewegung zu kommen“, sagte Zillikens. „Ich hoffe, dass das umgesetzt wird und die Eltern ihre Kinder nicht alle bis vor die Haustür der Kita mit dem Auto fahren.“

Die Baugenehmigung für die neue Kita war im vergangenen März erfolgt, der erste Spatenstich wurde am 9. August 2023 gemacht. Wenn die Kita fertig ist, werden dort 85 Mädchen und Jungen betreut, 25 werden unter drei Jahren sein, 60 über drei Jahren. Mit der Stadionstraße hat Jüchen nun sein Angebot deutlich erweitert. In den städtischen Kitas gibt es folgende Plätze: 75 in Garzweiler, 90 an der Gartenstraße und 115 an der Weststraße in Hochneukirch, 40 in Kelzenberg, 80 in Stessen, 115 in Jüchen und 90 Plätze in Otzenrath.

Inzwischen waren der Bürgermeister und der Vorsitzende des Bauausschusses, Roland Weyer, auf das Gerüst geklettert, wo sie vom Zimmermann Tobias Geschwind begrüßt wurden. Der Handwerker hatte sich in Schale geworfen, trug die Zunftkleidung der Zimmerleute. Hinter sich hatte er bereits drei Gläschen mit Schnaps aufgebaut. Die wurden geleert, nachdem Geschwind in Reimform den Spruch zum Richtfest vorgetragen und der Kita Gottes Segen gewünscht hatte. Die leeren Gläser wurden anschließend mit Schwung hintergeworfen, wo sie zerschellten und so dem Haus ein gutes Omen gaben. Auf einen Richtkranz hatte man verzichtet, stattdessen war ein kleiner Baum mit bunten Bändern geschmückt worden. Nun bat der Zimmermann Zillikens und Weyer ein paar Schritte weiter, wo ein langer Nagel darauf wartete, als letzter von vielen in ein Dach getrieben zu werden. Das übernahm der Bürgermeister so, als hätte er bisher nichts anderes getan.

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