Nabu Jüchen hat die Kapazitätsgrenzen erreicht Naturschützer fordern eine Wildtierstation

Jüchen · In Jüchen oder Umgebung fehle eine Tierstation, die sich verletzter und erschöpfter Tiere annimmt – das meint Paul Quack vom Naturschutzbund. Der Nabu könne diese Aufgabe nicht zusätzlich stemmen. Beim Kreis soll es jetzt einen runden Tisch zum Thema geben.

 Für die Pflege etwa von verletzten Wildtieren fehle eine Station im Umfeld, sagt Paul Quack. Tipps gebe der NABU, um Lebensräume für Tiere zu schaffen.

Für die Pflege etwa von verletzten Wildtieren fehle eine Station im Umfeld, sagt Paul Quack. Tipps gebe der NABU, um Lebensräume für Tiere zu schaffen.

Foto: Dieter Staniek

Sie pflanzen Bäume, hängen Nistkästen auf und reinigen sie, schneiden Kopfweiden und Obstbäume – und sie hegen den Naturlehrpfad in Jüchen, bringen Kindern bei Führungen Tier und Pflanze näher. Ein kleines, aber rühriges Team sind die circa zehn Aktiven des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Jüchen. Ihr Engagement ist bekannt und gefragt. Doch es gibt für die Gruppe auch Kapazitäts-Grenzen, wie Nabu-Sprecher Paul Quack erklärt. „Wir stecken in einem großen Dilemma. Immer mehr Menschen wenden sich an uns, die ein völlig erschöpftes oder verletztes Tier gefunden haben – Jungvögel etwa oder Igel, die unter den Rasenmäher gekommen sind. Sie fragen uns, ob wir es aufnehmen und pflegen können. Doch diese Aufgabe können wir nicht noch zusätzlich stemmen“, erklärt Paul Quack. „Uns blutet das Herz, wenn wir Menschen abweisen müssen.“