Jüchen: Name für eine neue Straße in Hochneukirch gesucht

Straßennnamen : Bürger sollen eine neue Straße benennen

Zum zweiten Mal bittet die Gemeinde die Bürger um Namensvorschläge für eine neue Straße. Bis zum 10. August werden Vorschläge erbeten. Der Verkehrsausschuss sucht aus den Vorschlägen dann einen passenden Namen aus.

Zum zweiten Mal haben die Jüchener Bürger jetzt die Gelegenheit, einer neuen Straße einen Namen zu geben. Diese Art von Bürgerbeteiligung hat sich schon einmal bewährt, als in Otzenrath die Klompenstraße von Bürgern „aus der Taufe gehoben wurde“. Nun bittet die Gemeinde um Namensvorschläge für eine neue Straße in Hochneukirch zwischen der Straße „Zum Regiopark“ und der „von Werth-Straße“, wo ein neues Baugebiet über eine Erschließungsstraße angebunden werden soll.

Der Straßenname könne auch eine Ableitung aus der bisherigen Nutzung der Fläche sein, regt Gemeindesprecher Norbert Wolf an. Er gibt allerdings zu, dass die Gemeinde noch nichts über die ursprüngliche Nutzung des betroffenen Geländes wisse. „Diese Auskunft erhoffen wir nun über die Bürgerbeteiligung zu erhalten. Vielleicht wissen dies ältere Bürger aus Hochneukirch“, hofft Wolf.

Vorschläge können bis zum 10. August schriftlich bei der Gemeindeverwaltung Jüchen, Amt für Stadtentwicklung, Am Rathaus 5, 41363 Jüchen oder per E-Mail an gemeinde@juechen.de eingereicht werden. Den Vorschlägen sollte eine kurze Begründung beigefügt werden, warum die Straßen so benannt werden sollte.

Bei der ersten Straße, die nach einem Bürgervorschlag benannt worden ist, handelt es sich um den Klompenweg in Otzenrath/Spenrath, der 2016 durch eine Bürgerbeteiligung gefunden worden ist. Es hatte 21 Vorschläge gegeben, die hauptsächlich aus Otzenrath und Spenrath kamen.

Zuvor seien die Namensvorschläge immer aus der Verwaltung oder aus der Politik gekommen, berichtet Wolf. Diese seien dann in Ausschusssitzungen diskutiert worden. Vereinzelt hätten aber auch vorher schon Bürger Bezeichnungen vorgeschlagen, wenn sie erfahren hatten, dass eine Straßenbezeichnung erfolgen sollte.

Die Auswahl und Entscheidung über die Namensvorschläge liegt wieder beim Umwelt- und Verkehrsausschuss. Der sucht aus den Vorschlägen eine Bezeichnung aus und empfiehlt sie dann dem Rat der Gemeinde zur Entscheidung.

Übrigens sind bis auf eine Ausnahme, nämlich die Peter-Giesen-Halle, in den vergangenen Jahren keine öffentlichen Gebäude, Plätze oder Straßen mehr nach noch Lebenden benannt worden. Zuletzt sei der Hubert-Granderath-Platz mit Ratsbeschluss aus dem Jahr 1979 benannt worden, wobei der Namensgeber im Jahr 1981 verstorben sei, hat Wolf recherchiert.

Natürlich würde die Gemeinde Namensvorschläge, die politisch oder historisch bedenklich sind, wie etwa Namen aus der NS-Zeit, nicht in ihre Auswahl einbeziehen. Deshalb prüft das Gemeindearchiv laut Norbert Wolf in Frage kommende Straßenbezeichnungen vor allem dann, wenn diese nach einer Person benannt werden soll. Wenn ein Vorschlag der biografischen Überprüfung nicht standhalte, werde er nicht in die Auswahl für den Fachausschuss aufgenommen.