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Jüchen: Nach fünf Monaten Lockdown nimmt das Seniorennetzwerk 55plus sein Programm vorsichtig wieder auf

Seniorennetzwerk Jüchen : Seniorennetzwerk 55plus startet wieder durch

Nach fünf Monaten Lockdown nimmt das Seniorennetzwerk 55plus Jüchen jetzt mit einem Hygienekonzept vorsichtig das Programm wieder auf. Aktivitäten im Freien und Sprachkurse können ab sofort wieder stattfinden.

Für das Seniorennetzwerk 55plus Jüchen geht der wegen der Corona-Pandemie verhängte Lockdown erst jetzt nach fünf Monaten so langsam zu Ende. Da im Netzwerk nicht nur die Senioren als Teilnehmer, sondern auch die ehrenamtlichen Gruppenbetreuer allesamt mehr oder weniger zu den Risikogruppen gehören, muss jetzt beim Neustart besonders viel beachtet werden. Caritas-Koordinator Heinz Schneider gibt zwar am Mittwoch mehr oder weniger den Startschuss für den Wiederbeginn – aber auf Raten und nur unter Beachtung eines strengen Hygienekonzeptes, wie er betont.

Deshalb hat er in Kleingruppen zunächst die ehrenamtlichen Betreuer zur Unterweisung in den Hygiene- und Abstandsauflagen ins Netzwerkbüro eingeladen. Dort sind jetzt Ein- und Ausgang getrennt, auf dem Boden sind die Plätze mit jeweils 1,50 Metern Abstand markiert. Und natürlich herrscht Maskenpflicht, und Desinfektionsspender stehen bereit. Maximal acht Personen dürfen sich jetzt im Netzwerkbüro aufhalten, wo als Erstes auch wieder der Englisch- und der Französischkursus starten sollen. „Wenn die Kurse mehr als acht Teilnehmer haben, müssen sich die Leiter etwas überlegen. Manche teilen auch die Kursgruppen auf oder wechseln wochenweise ab“, berichtet Schneider aus dem Seniorennetzwerk Dormagen, das er ebenfalls koordiniert.

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Begrenzt auf zehn Personen, dürfen sich ab sofort wieder die Seniorengruppen treffen, die Aktivitäten im Freien anbieten. Das sind laut Schneider die Fahrrad-, Wander- und Spaziergängergruppen. Eine Neuheit: Für die am Mittwoch anstehende Radtour ab Bedburdyck wurden keine Voranmeldungen verlangt. Wer kommt, kann mitmachen. Entsprechend der Zahl der Interessenten werden dann Zehnergruppen gebildet, informiert Schneider.

Besonders große Nachfrage habe es nach der Wiedereröffnung des Reparaturcafés gegeben: „Generell haben die Senioren bei mir und bei den Ehrenamtlern immer wieder nachgefragt, wann es endlich wieder losgeht im Netzwerk. Aber besonders viele haben auch nach dem Reparaturcafé gefragt“, berichtet Schneider. Das soll nun wie gewohnt an einem ersten Donnerstag im Monat, nämlich am 6. August, 16.30 bis 18.30 Uhr, wieder im Haus Katz, im Ausstellungsraum, öffnen. „Wir behalten auch das Konzept bei, den Wartenden Kaffee und Kuchen anzubieten. Allerdings dürfen wir nur am Tisch servieren“, verdeutlicht Schneider die geltenden Corona-Auflagen, die natürlich auch für die begrenzte Zahl von Besuchern im Raum gilt.

Diesen großen Raum im Erdgeschoss von Haus Katz darf das Netzwerk jetzt auch für seine anderen Aktivitäten nutzen, die im Moment im Büro nicht stattfinden können: „Wir sind der Stadt dankbar dafür“, betont Schneider. Zudem dürften auch die Räume bei der evangelischen Kirchengemeinde schon wieder genutzt werden. Und die katholische Pfarrgemeinde habe ebenfalls Bereitschaft signalisiert, wenn dort der Betrieb wieder aufgenommen wird, zum Beispiel auch das Marienheim für die Senioren wieder zugänglich zu machen.

Problematisch seien noch die Gruppen, bei denen Speisen und Getränke angeboten werden, schränkt Schneider ein. Deshalb könnten die Kochgruppen, Frühstückstreffen und Samstagsbuffet noch nicht stattfinden: „Wir warten noch ab, weil wir da ganz sicher gehen wollen.“ Nach dem vorsichtigen Neustart soll es in der nächsten Woche am Mittwoch eine Bilanzrunde geben: „Dann entscheiden wir, ob wir unser Angebot noch weiter hochfahren können“, kündigt Schneider an.