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Jüchen: Musikschule Pro Musica muss ohne Förderung der Stadt auskommen

Musikschule in Jüchen : Verein Pro Musica muss ohne Förderung durch die Stadt auskommen

Die Stadt wird den Verein Musikschule Pro Musica nicht mit 13.500 Euro finanziell unterstützen. Das wurde im Kultur- und Partnerschaftsausschuss deutlich, das Gremium hatte in Form einer digitalen Informationsveranstaltung für die Mitglieder getagt.

Die Stadt wird den Verein Musikschule Pro Musica nicht mit 13.500 Euro finanziell unterstützen. Das wurde im Kultur- und Partnerschaftsausschuss deutlich, das Gremium hatte in Form einer digitalen Informationsveranstaltung für die Mitglieder getagt. Kostenpflichtiger Inhalt Der gemeinnützige Verein hatte die Förderung aus dem Kultur-Etat beantragt. Der Kostendruck, um die „hervorragenden Lehrkräfte“ zu halten, aber auch bei Kauf und Pflege von Leihinstrumenten, Unterrichtsmaterial und anderem sei gestiegen, hatte der Verein begründet. „Wir sehen uns für Jüchen im Bereich Musik als Aushängeschild der Stadt“, hatte Vorsitzender Jörg Seyffarth im Antrag erklärt. „Trotz der schwierigen Zeit konnten wir auch mit Hilfe digitaler Angebote unsere Schülerzahl halten. Das können wir mit den eingenommenen Gebühren allerdings nicht mehr leisten“, so Seyffarth.

Die Stadtverwaltung hatte sich gegen die Förderung ausgesprochen. „Von Seiten der Stadt werden grundsätzlich Defizite aus einem laufenden Geschäftsbetrieb nicht ausgeglichen.“ Zudem würden Mittel im Haushaltsplan 2021 nicht zur Verfügung stehen. „Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss hat mehrheitlich die Auffassung der Verwaltung geteilt. Eine Bezuschussung von Pro Musica durch die Stadt erfolgt somit nicht“, erklärte die Stadt nach der Sitzung.

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FWG-Fraktionsvorsitzender Gerolf Hommel hatte vor der Sitzung eine alternative Unterstützung im Blick. „Wir bitten zu prüfen, ob die Stadt die Arbeit mit Kinder und Jugendlichen in der Musikschule unterstützt, wie sie es bei Sportvereinen tut.“ Dafür sollten die Förder-Richtlinien angepasst werden. Der Kulturausschuss habe diesen Vorschlag aber nicht mitgetragen, sagte der FWG-Fraktionschef, nach der Veranstaltung. „Ich finde das bedauerlich. Man könnte sich fragen, ob die Kinder, die musikalische Angebote wahrnehmen, weniger förderungswürdig sind als die in Sportvereinen“, fragt Hommel. Musikschulleiter Arne Harder bedauert, „dass eine Chance für die Förderung der Kultur verpasst wurde“. Er betont aber, dass der Verein „für den mit 1000 Euro dotierten dritten Platz beim Heimatpreis dankbar ist“.

Die Stadtverwaltung erklärte, dass sie prüfen werde, ob für besondere Veranstaltungen von Pro Musica – etwa Musikfestivals und Konzerte – auf Antrag ein Zuschuss gezahlt werden könne. So habe der Verein zur Förderung der klassischen Gitarrenmusik 2018 bis 2020 Zuschüsse für seine Gitarrenfestivals erhalten.