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Jüchen: Mini-Laden neben der Haustür für Geschenkideen

Schöne Idee aus Hochneukirch : Mini-Laden für Geschenke gleich neben der Haustür

Natalie Knopp bietet Kreatives in einem Häuschen an, das sie gleich neben ihrer Haustür platziert hat. Die Geschenke, die es dort zu kaufen gibt, hat die Hochneukircherin selbst gemacht.

Einen „Mini-Laden“ vor dem Haus hat Natalie Knopp, und der funktioniert tagsüber ganz ohne Personal. 1,80 Meter hoch und 70 Zentimeter breit ist das weiße Holzhäuschen, in dem die 34-Jährige ihre selbst gefertigten Geschenkartikel präsentiert. Fürs Bezahlen ist an der Seite ein Kasten angebracht.  Was in ländlichen Gegenden an Straßenrändern beim Verkauf von Kartoffeln oder Erdbeeren funktioniert, bekommt nun an der Friedensstraße eine neue, sehr ansprechend aussehende Variante.

„Ich habe mal ein solches Häuschen gesehen und dachte: ,Das sieht toll aus‘“ , erzählt Natalie Knopp. Sie ging im Internet auf Suche, fand ein Häuschen für ihre Erzeugnisse: Die Hochneukircherin liebt es, handwerklich tätig zu sein. „Ich arbeite mit Holz, Beton und anderen Materialien.“ Und sie kreiert hübsche Geschenkideen. Dabei greift die gelernte Floristin auf Vorhandenes zurück, das „weiterentwickelt“ wird.

Die erworbene Tasse etwa wird per Plotter mit einem Aufdruck versehen, mit Löffelchen und einer besonderen Kaffeesorte versehen und dann hübsch verpackt. Licht-Häuser, Grußkarten und Sticker entstehen unter dem Label „nakn – Handwerk mit Leidenschaft“. All das wird auf vier Regalbrettern im Häuschen angeboten. „Wer etwas kaufen möchte, kann den angegebenen Preis bezahlen – oder das, was ihm das Gekaufte wert ist.“

Ebenso im Sortiment sind Schlüsselanhänger mit motivierenden Sprüchen (etwa „Ich bin stark“), mit denen eine Spende für die Rexrodt-von-Fircks-Stiftung verbunden ist. Die bezahlt Kuren für Brustkrebspatientinnen und betreut psychologisch Kinder der betroffenen Mütter. „Vor einiger Zeit ist eine Freundin von mir an Brustkrebs erkrankt“, sagt Natalie Knopp.

Die 34-Jährige bestückt morgens die Regale und holt abends alles wieder ins Haus. Und sie räumt ein, dass sie manchmal „am Fenster steht und beobachtet, wie die Menschen auf ihr Häuschen reagieren“. Viele würden lächeln, wenn sie vorbeikommen. Eine Reihe von Sachen habe sie auch schon verkauft.