Jüchen: Lichtgutachten entscheidet in Otzenrath über Bau eines Fußballplatz

Sportplätze in Jüchen : Erst ein Lärmgutachten - nun ein Lichtgutachten

Der SV Otzenrath kämpft weiterhin für einen neues Kunstrasen-Kleinspielfeld. Nach dem Lärmgutachten wurde jetzt auch noch ein Lichtgutachten gefordert.

In kleinen Schritten und mit ganz viel Geduld kommt der SV Otzenrath in seinem Kampf um ein Kunstrasen-Kleinspielfeld jetzt voran: Allerdings zieht mindestens ein weiteres Jahr ins Land: Am Montag soll der Sportausschuss darüber entscheiden, ob nun für das Haushaltsjahr 2021 die erforderlichen 324.000 Euro für den Fußballplatz in Otzenrath zur Verfügung gestellt werden sollen. Da nach dem mittlerweile abgeschlossenen Lärmgutachten nun auch noch ein Lichtgutachten gefordert wurde, ergab sich die weitere Verzögerung.

Doch Wolfgang Huth vom SV-Vorstand sieht dies gelassen: Man sei jetzt nach dem Gespräch mit dem VfB Hochneukirch zu der Einigung gelangt, dass der Tennenplatz in Hochneukirch zugunsten eines Kunstrasen-Kleinspielfeldes in Otzenrath aufgegeben werden könne. Und ein Lichtgutachten habe der SV Otzenrath auch eingesehen: „Sonst beschweren sich später irgendwelche Neuzugezogene, und wir müssen womöglich unseren Spielbetrieb einstellen“, befürchtet Huth.

Die zusätzliche Zeit habe der SV Otzenrath aber zu nutzen verstanden, um die angekündigte Eigenarbeit am neuen Sportplatz zu organisieren und Fördermittel zu akquirieren: „Wir haben erfahren, dass es beim Land einen Fördertopf mit 300 Millionen Euro für Sportstätten gibt“, berichtet Huth. Deshalb habe der SV Otzenrath auch bereits Zuwendungen beantragt aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätten“ und dazu auch schon Gespräche mit der zuständigen Staatssekretärin aufgenommen. Es sei mit der Stadtverwaltung vereinbart, dass sich der SV Otzerath mit zehn bis 20 Prozent Eigenfinanzierung am Sportplatzbau beteiligt: „Und diese Summe hoffen wir, aus dem Landesprogramm zu bekommen“, verdeutlicht Huth.

Die Stadt Jüchen hatte ihrerseits schon versucht, Fördermittel für den Fußballplatz zu bekommen. Ihr Zuschussantrag sei aber negativ beschieden worden, teilt die Stadt jetzt dem Sportausschuss mit, kündigt zugleich für Montag aber weitere Informationen an, wie sie jetzt womöglich „aus anderen Töpfen“ Mittel beantragen wird. Außerdem kündigt die Stadt an, am Montag möglicherweise schon die Ergebnisse des Lichtgutachtens verkünden zu können.

Sollte dies für den SV Otzenrath positiv ausgehen, dann kann der Fachausschuss die Freigabe der Haushaltsmittel beschließen und an den Rat empfehlen, der seine nächste Sitzung am 4. Juli hat. Eine „Anschubfinanzierung in Höhe von 10.000 Euro ist bereits für das nächste Jahr vorgesehen, um die Planung für den Sportplatz einleiten zu können.

Der SV Otzenrath hatte im Januar diesen Jahres Druck gemacht und das schon lange ausstehende Gespräch mit dem VfB Hochneukirch angemahnt. Denn die Verwaltung und die Politik hatten eine Einigung der beiden Fußballvereine über eine mögliche gemeinsame Nutzung von Spielstätten immer als Entscheidungsvoraussetzung gefordert. Die Einigung war nun bei einem Gespräch Anfang März zustandegekommen.

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