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Jüchen: Künstler stellen im Nikolauskloster zugunsten der Resaurierung aus

Förderverein Nikolauskloster : Kunst im Kloster für den Förderverein

15 Mitglieder des Vereins „Künstler in Korschenbroich“ (KiK) stellen vom 2. bis 11. September im Nikolauskloster zum Thema „Mensch und Umwelt“ aus. Wer Bilder erwirbt, spendet damit auch für den Förderverein Nikolauskloster. 

Zum ersten Mal erhalten Künstler die Möglichkeit, im Nikolauskloster auszustellen. 15 Mitglieder des Vereins „Künstler in Korschenbroich“ (KiK) präsentieren ihre Werke dort vom 2. bis 11. September. Das Thema der Ausstellung, „Mensch und Umwelt – zerstören wir ein Geschenk?“, liegt Klosterleiter Pater Andreas Petith besonders am Herzen. Er hat auch die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen und wird bei der Vernissage einen Gedankenanstoß zum Thema geben.

Nicht nur das Debüt von „Kunst im Nikolauskloster“ wird Pater Andreas, der auch Vize-Vorsitzender des Fördervereins Nikolauskloster ist, mit dieser Ausstellung begehen. Der Ausstellungszweck ist auch ein besonderer: Wer Bilder erwirbt, spendet damit auch einen guten Teil des Erlöses an den Förderverein. Dazu haben sich die Künstler bereit erklärt. Und es wird natürlich auch ein Sparschwein für Spenden an den Förderverein aufgestellt. Ihre Werke präsentieren im Nikolauskloster Rosemarie Bernauer, Rita Böing, Heidi Bökler-Kruppa, Rike Casper-Straetman, Elisabeth Hartkopf, Ulrike Müller-Ruchholtz, Astrid und Tom Puttins, Gisela Schmachtenberg-Scherlitzki, Sigrid Spee, Eduard Thewalt, Gundhild Tillmanns, Hubertine Wingerath, Dieter Wyen, Jessica Zugehör.

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Der Förderverein Nikolauskloster muss bekanntlich eine erhebliche Summe für die Sanierung und Restaurierung des Nikolausklosters aufbringen. Das Dach ist nicht mehr dicht, die Türstürze bröckeln ebenso wie das Deckengemälde im Petrussaal, das außerdem deutliche Risse aufweist. Passender könnte es nicht sein: „Wir beginnen mit der Sanierung im Anschluss an die Ausstellung mit dem Dach über dem Mazenod-Saal“, berichtet Gerd Odenkirchen, der Vorsitzende des Fördervereins Nikolauskloster. Denn dieser Teil sei besonders marode. Fürs neue Teil-Dach müssen laut Odenkirchen etwa 75.000 Euro aufgebracht werden, für die restlichen Dächer des Klosters etwa 700.000 Euro. Die Kosten für die Restaurierung der Steinmetzarbeiten an den Türstürzen und des großen Deckengemäldes im Petrussaal seien noch nicht berechnet.

Das Nikolauskloster erhält keine Kirchensteuern. Die denkmalgeschützte Anlage ist zwar in Besitz des Fürstenhauses Ratibor, die Oblatenbrüder müssen aber in allen Belangen für „ihr“ Nikolauskloster selbst aufkommen. Laut Odenkirchen gibt es für den ersten Teilabschnitt der Sanierung eine Förderzusage des Bistums Aachen. „Und für den größeren Teil der Dachsanierung stellen wir jetzt einen Förderantrag bei der NRW-Stiftung“, kündigt der Vereinsvorsitzende an.

Der im März vergangenen Jahres gegründete Förderverein hat zwar bereits 500 Mitglieder. Doch aus den Mitgliederbeiträgen und möglichen Fördermitteln alleine lässt sich die Sanierung und Restaurierung des Klosters nicht stemmen, wie Odenkirchen hervorhebt. „Deshalb sind wir besonders dankbar auch für Spenden von Unternehmen und von Privatpersonen“, sagt er und nennt Beispiele: „Es kommt immer wieder vor, dass Privatpersonen zu Familienereignissen wie Geburtstagen, aber auch Beerdigungen, zu Spenden für den Förderverein Nikolauskloster aufrufen.“

Der Förderverein sei auch im engen Kontakt zu den Denkmalschutzexperten des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in der Abtei Brauweiler. Zwei Expertinnen haben laut Odenkirchen bei ihren Besuchen über die historischen „Schätze“ der Klosteranlage gestaunt. Aber das Nikolauskloster finde in wissenschaftlichen Werken nur eine ganz marginale Erwähnung. „Das soll sich nun ändern“, freut sich Odenkirchen. Denn mit der Expertise des LVR werde nun auch alles katalogisiert und dokumentiert, wie zum Beispiel die wohl längste, noch erhaltene „Kölner Decke“ im Rheinland. Eine Restauratorin des LVR habe sich auch angeboten, das Deckengemälde im Petrussaal wiederherzustellen. Und er betont: Der Förderverein freue sich über das Engagement der Korschenbroicher Künstler und hoffe auf einen guten Bilderverkauf zugunsten des Nikolausklosters.