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Jüchen: Kreuzung in Gierath wird mit neuer Ampel ausgestattet

Straßenverkehr in Jüchen : Gierather Kreuzung wird „entschärft“

Fahrer, die von der Landstraße kommen, erhalten bald fürs Linksabbiegen separate Signale. Ein Lieferengpass sorgt derzeit für Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der neuen Ampel. Die Arbeiten sollen nächste Woche weitergehen.

Stillstand herrscht seit vielen Wochen an der Kreuzung zwischen dem „Netto“-Supermarkt und dem Feuerwehr-Gerätehaus in Gierath. Der Verkehr wird dort derzeit über eine provisorische Ampel geregelt; Bauarbeiter sind bereits vor längerer Zeit abgezogen. Hintergrund ist ein Lieferengpass: Ein Schaltkasten mit Steuergeräten für die neue Ampelanlage konnte erst vor wenigen Tagen geliefert werden. „Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten im Laufe der nächsten Woche fertiggestellt werden können“, sagt Gregor Hürter, Sprecher beim Landesbetrieb Straßen.NRW.

Dann soll der Verkehr auf der Kreuzung eindeutiger geregelt werden als vorher: Für die Hauptstrecke, also die Landstraße zwischen Neuenhoven und der Autobahn-Anschlussstelle Grevenbroich, sollen die Ampeln in wenigen Tagen gesonderte Signale für Linksabbieger zeigen. Das war und ist bisher nicht der Fall, weshalb es an der Kreuzung immer wieder zu Missverständnissen kommt: Nicht ortskundige Linksabbieger rechnen damit, dass sie den Gegenverkehr vor dem Abbiegen durchlassen müssen. Dabei hat der Gegenverkehr stets „rot“. In der Vergangenheit kam es aufgrund dieser Missverständnisse häufig zu brenzligen Situationen; ein Unfall-Schwerpunkt ist die Kreuzung jedoch nicht.

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Der Verkehrsingenieur Georg Hennecken von Straßen.NRW erklärt, dass Ampelanlagen vielerorts entsprechend umgerüstet werden, um den „unfallträchtigen“ Linksabbiegevorgang eindeutiger zu regeln. „Zumindest an den vorfahrtsberechtigten Straßen“, ergänzt Hennecken – also so wie jetzt in Gierath. Das Linksabbiegen wird dort demnächst in eigenen Phasen gesteuert, dann wird statt einer grünen runden Fläche für Linksabbieger ein grüner Pfeil zu sehen sein. Missverständliche Situationen sollen so künftig vermieden werden; Hennecken spricht von einer „präventiven Maßnahme“.

Was viele Fahrer freuen dürfte: Anders als bisher soll die neue Ampelanlage nach Bedarf gesteuert werden. Das bestätigt Gregor Hürter: „Die neue Ampel wird verkehrsabhängig gesteuert.“ Herrscht kaum oder gar kein Verkehr, dürften Fahrer also demnächst schneller „grünes Licht“ erhalten. Wie Hürter berichtet, geht mit der neuen Signalanlage auch der barrierefreie Ausbau der Kreuzung für sehbehinderte Menschen einher. Die bereits vor einigen Monaten provisorisch eingesetzten, gerade aber wieder fehlenden Blindenorientierungssteine sollen fest verlegt werden; außerdem soll die neue Ampel an den Fußgängerüberwegen akustische Signale geben.

In Bezug auf die Sanierung der maroden Fahrbahnoberfläche auf der Kreuzung sagt Gregor Hürter: „Die Sanierung ist nach jetzigem Stand für das Jahr 2020 vorgesehen.“ Tatsächlich hat die Straße eine neue Asphaltdecke bitter nötig: Es gibt eine Vielzahl von Schlaglöchern, außerdem staut sich bei Regen das Wasser. Die Sanierung soll mit der Erneuerung der Landstraße 116 einhergehen.