Jüchen: Kreiswahleiter prüft Beschwerden über Auftreten von AfD-Wahlbeobachtern

Europawahl in Jüchen : Auch FDP-Fraktionsvorsitzender spricht von „Störung“ durch Wahlbeobachter der AfD

Als Zeuge des Auftretens von Axel Krause meldete sich jetzt FDP-Fraktionsvorsitzender Konrad Thelen, der zu den Wahlhelfern in Garzweiler gehört hatte.

Das Auftreten von Wahlbeobachtern der AfD bei der vergangenen Europawahl schlägt weiterhin Wellen. Inzwischen prüft der Kreiswahlleiter die wechselseitigen Beschwerden seitens der Stadt Jüchen insbesondere über Axel Krause, der gemeinsam mit zwei weiteren Wahlbeobachtern der AfD vier Wahllokale aufgesucht hatte. Axel Krause hatte sich aber auf der anderen Seite über die Stadt Jüchen beschwert, die ihn, nach seiner Auffassung, in seinen Rechten als Wahlbeobachter beschnitten habe. Als Zeuge des Auftretens von Axel Krause meldete sich jetzt FDP-Fraktionsvorsitzender Konrad Thelen, der zu den Wahlhelfern in Garzweiler gehört hatte. Er berichtet, Krause und seine Begleiter seien wenige Minuten vor der Auszählung der Stimmen zur Europawahl im Wahllokal 51 in Garzweiler erschienen. Krause habe Auskunft über die bisher erfolgten und noch anstehenden Abläufe und deren Dokumentation verlangt. „Der Ablauf im Wahllokal wurde massiv gestört. Besonders sein Auftreten in einer Mischung aus Feldwebel- und Oberlehrerton und sublime Unterstellungen, die Auszählung zu Lasten der AfD zu fälschen, provozierte überflüssige Diskussionen, was ihm unmissverständlich erklärt wurde“, beschreibt Thelen die Eskalation. Zweifellos habe Axel Krause das Recht, die Auszählung zu beobachten. „Dies darf jedoch nicht zu einer so massiven Störung führen“, betont der Wahlhelfer. Auf der anderen Seite weist Krause „die Behauptungen des Bürgermeisters, dass wir als Wahlbeobachter den Auszählvorgang der Stimmen gestört hätten, als Falschdarstellung zurück“; auch seien Wahlhelfer von ihm nicht unter Druck gesetzt worden.

(gt)
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