Jüchen-Kelzenberg soll mit Landesmitteln eine neue Durchfahrt und einen Dorfplatz erhalten

Förderprogramm des Landes: Dorferneuerung für Kelzenberg geplant

Der Ausbau der Keltenstraße und ein schöner Dorfplatz sollen mit Landesmitteln und Anliegerbeiträgen finanziert werden.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat  Orte und Ortsteile bis zu 10.000 Einwohner in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, sich am Dorferneuerungsprogramm 2019 zu beteiligen. Kelzenberg soll möglichst dazu gehören, wenn es nach der Stadt Jüchen geht. Die möchte nämlich aus Mitteln des Dorferneuerungsprogramms die Keltenstraße ausbauen und eine richtigen Dorfplatz in Kelzenberg anlegen. Der Verkehrsausschuss soll die Mittelbeantragung in seiner nächsten Sitzung am 14. Februar beschließen. Denn dann drängt auch die Zeit. Das NRW-Heimatministerium nimmt die Anträge für 2019 nur noch bis Ende Februar an.

Bund und Land stellen in diesem Jahr  zur Stärkung des ländlichen Raums rund 30 Millionen Euro zur Verfügung. Heimatministerin Ina Scharrenbach sagt: „Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen ist durch vielfältige Traditionen, Herausforderungen im Wohnungs- und Arbeitsmarkt und eine reichhaltige Kultur geprägt. Mit dem Dorferneuerungsprogramm 2019 wollen wir den Wandel und die Zukunft im ländlichen Raum aktiv unterstützen.“ Deshalb seien die Mittel im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht worden. Und mit 23 Millionen Euro werde der Großteil der Fördermittel vom Land Nordrhein-Westfalen getragen, informiert die Ministerin. Die Höhe der Zuwendung beträgt höchstens 250.000 Euro je Projekt der Gemeinden und höchstens 50.000 Euro je Maßnahme privater Antragsteller, heißt es aus dem Ministerium. Jüchen hatte bereits Mittel zur Dorferneuerung für den Adenauerplatz und die Hochstraße in Hochneukirch sowie für die Umwandlung des Alten Friedhofes in  Hochneukirch in einen Bürgerpark erhalten.

Eigentlich sollte dann zunächst die Dorferneuerung in Hackhausen folgen, wozu den Anwohnern und auch der Politik bereits die Pläne für den neuen Dorfplatz und den Straßenausbau vorgestellt worden waren. Doch nun soll Kelzenberg vorgezogen werden.

Die Stadt Jüchen erhofft sich für Kelzenberg einen Zuschuss von 180.000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes. An Eigenmitteln wird die Stadt voraussichtlich 972.900 Euro aufbringen, die bereits im Haushalt 2019 veranschlagt sind. Es gibt drei mögliche Ausbauvarianten für die Keltenstraße, die den Anwohnern bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden sollen. Denn der Straßenausbau ist beitragspflichtig und wird deshalb zu einem Teil von den Anwohnern zu zahlen sein. In allen Varianten zur neuen Straße ist der Bau eines Dorfplatzes zwischen der Kreuzung  Im Kamp/Keltenstraße und den Häusern Keltenstraße 43/45 vorgesehen. Dort soll ein Dorfzentrum geschaffen werden. Außerdem soll die Beleuchtung in diesem Bereich erneuert werden.

Für den Ausbau die Erneuerung Keltenstraße in Richtung Gierath und in Richtung Schaan hat ein Kölner Ingenieurbüro drei Varianten erarbeitet, die dem Verkehrsausschuss zu seiner nächsten Sitzung zur Beratung vorliegen. Zur Zeit ist die Keltenstraße (L31) noch unterschiedlich breit, teilweise in einem sehr schlechten Zustand mit Rissen und Schlaglöchern. Die Fahrbahndecke und die Gehwege, wenn denn überhaupt vorhanden, sind nicht frostsicher. Die Kosten für die drei möglichen Ausbauvarianten beziffert das Ingenieurbüro mit einer Spanne zwischen  780.000 bis 845.000 Euro.

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