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Jüchen kämpft mit Erfolg gegen "Tretminen"

„Sauber-Konzept“ geht auf : Jüchen kämpft mit Erfolg gegen „Tretminen“

Das Konzept „Sauberes Jüchen“ geht auf. Vor allem die Spender für Hundekotbeutel werden gut angenommen. Weitere sollen folgen.

Bußgelder für Hundehalter, die ihre Vierbeiner in öffentlichen Anlagen ihr „Geschäft“ erledigen und die „Tretminen“ liegen lassen, hat die Stadt Jüchen zwar bislang noch nicht erteilen können. Die Möglichkeit dazu gibt es zwar, aber Herrchen und Hund müssten inflagranti ertappt werden. Dennoch geht die Stadt mit ihrem Projekt „Sauberes Jüchen“ auch im Kampf gegen Tretminen im öffentlichen Raum seit Jahren erfolgreich vor: Das zeigt die Projektbilanz, die jetzt dem Umweltausschuss vorgelegt worden ist.

Das Konzept „Sauberes Jüchen“ ist im Jahr 2015 gestartet worden. Seither wurden und werden einheitliche Abfallbehälter für öffentliche Verkehrsflächen und Anlagen aufgestellt, es gibt ein Ticketsystem zur Beseitigung von wildem Müll, sukzessive werden immer mehr Hundekotbeutelspender aufgestellt. Und auch die Standplätze für Altkleider- und Altglascontainer sind erweitert worden.

Die vor nunmehr vier Jahren aufgestellten Hundekotbeutelspender werden laut Stadtverwaltung von den Hundebesitzern gut angenommen: Die Verschmutzung durch Hundekot sei im Umfeld der Spender zurückgegangen, meldet die Verwaltung, die deshalb weitere Hundekotbeutelspender im Stadtgebiet aufstellen wird.

Bislang gibt es 19 Standorte, zum Beispiel auf dem Alten Friedhof in Hochneukirch, am Haus Katz, am Markt in Jüchen, am Schulzentrum oder in Garzweiler-Priesterath, aber auch in Gierath, Bedburdyck und in Kelzenberg. Weitere Spender sollen in diesem Jahr errichtet werden, wobei der Schwerpunkt die Grünflächen, wie zum Beispiel der Schleider Grund, sein sollen, weil dort die Hundehalter mit ihren Vierbeinern spazieren gehen. Die Stadtverwaltung setzt für neue, zusätzliche Standorte übrigens auf Vorschlöäge von Bürgern.

Fest eingeplant seien neue Hundekotbeutelspender für dieses Jahre bereits an der Grünfläche an der B59/Konrad-Duden-Allee und ein Spender mit Abfallbehälter am Scheulenbend im Bereich des Abzweiges Jüchenerbroich, kündigt die Verwaltung an.

Zum Konzept „Sauberes Jüchen“ gehört auch das Pilotprojekt des Kreisjugendamtes in Kooperation mit dem Jugendtreff b@mm, der Kita und den Schulen an der Mühlenstraße in Hochneukirch. Dort wurde, wie berichtet, an der Peter-Bamm-Halle ein von Jugendlichen und Kindern gestalteter Sonderabfallbehälter aufgestellt, der auch für sperrigere Abfälle wie etwa Pizzakartons geeignet ist. Vor allem aber fühlen sich die Projektpartner dort dafür zuständig, das Umfeld auf Verschmutzungen und Müllansammlungen zu kontrollieren.

Außerderm hat die Verwaltung die Stellplätze für Altkleider- und Altglascontainer durch den Baubetriebshof seit 2017 schrittweise erweitert. Es gibt bislang fünf Standorte an der Rheydter Straße, Am Graben, an der Friedensstraße, der Silostraße und am Stessener Weg. In diesem Jahr sollen noch sechs weitere Wertstoffplätze in Schaan am Ortsausgang, in Schlich Am Kommer Bach, an der Garzweiler Allee, in Gierath an der Damaschkestraße, in Jüchen am Bolzplatz Riekestraße und in Rath an der Denkmalstraße hinzu kommen. In den meisten Fällen wurden Standorte an Spielplätzen ausgewählt.