Jüchen: Jüchen ist Vorreiter bei Bauland an der Schiene:

Wohnen in Hochneukirch : Jüchen ist Vorreiter in der Landesinitiative "Bauland an der Schiene"

Jüchen ist mit dem Projekt an der Peter-Busch-Straße Vorreiter im Landesprogramm „Bauland an der Schiene“, das am Freitag startete.

Der Spatenstich für das neue Wohngebiet an der Peter-Busch-Straße in Hochneukirch war am Freitagnachmittag auch eine Premiere für das Land Nordrhein-Westfalen. Denn die Stadt Jüchen ist mit diesem Baugebiet in Bahnhofsnähe auch Vorreiter in der Schaffung von „Bauland an der Schiene“. Das gleichnamige Förderprogramm hat NRW-Ministerin Ina Scharrenbach aufgelegt, die deshalb zunächst auch beim ersten Spatenstich anwesend sein wollte. Ihre Absage erfuhr Stadtsprecher Norbert Wolf erst zehn Minuten vor der Veranstaltung. Nicht gekommen war, wie angekündigt, auch die Jüchener FWG-Ratsfraktion, aus Protest gegen die Abholzung des Wäldchens. Das Grundstück musste für den Bau 30 Wohneinheiten geräumt werden.

Thomas Lennertz, Geschäftsführer der Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft Nordrhein-Westfalen (BEG NRW), ehrte Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens aber stellvertretend für die Ministerin mit einer Urkunde: „Jüchen ist beispielhaft und ein Vorbild für andere Kom munen“, sagte Lennertz. Mittlerweile hätten sich zwar 80 Kommunen in NRW für insgesamt 3000 Hektar Flächen an der Schiene für die Landesinitiative angemeldet. Jüchen sei aber als erste Kommune mit der Realisierung am Start: „Es ist alles sehr vorbildlich, was hier passiert“, äußerte sich Thomas Lennertz anerkennend. Der Jüchener Bürgermeister bezeichnete die Förderung durch das Landesprogramm als „eine große Chance für die Stadt, die wir gerne ergreifen“. So werde die an der Peter-Busch-Straße entstehende Siedlung auch für die internationale Bau- und Technikausstellung im Rheinischen Revier angemeldet, kündigte Zillikens an. Zudem seien insgesamt etwa 80 weitere Hektar an Potenzialflächen zur Förderung mit „Bauland an der Schiene“-Mitteln in Jüchen identifiziert: bei Spenrath-Hackhausen an der Bahnlinie und südlich des Jüchener Bahnhofes auf rekultiviertem Tagebauland.

Bauherr Martin Dornieden beantwortete die selbst gestellte Frage, weshalb seine Firmengruppe in Jüchen baue? „Weil Jüchen eine wunderschöne Stadt ist, die uns unglaublich gut gefällt“, schwärmte er. Das Baugebiet in Hocheukirch biete zudem eine Nahversorgung mit jedweder Infrastruktur. Und in Richtung der abwesenden FWG-Fraktion betonte Dornieden: „Wir werden uns an der Investition für einen kleinen Park und eine Wildwiese in unmittelbarer Nähe mit beteiligen. Und wir haben auch schon einige Nistkästen aufgehängt.“

Lob und Dank von Dornieden und Zillikens gab es für Marion Stamm vom Liegenschaftsamt der Stadtverwaltung, die den „langwierigen Prozess“ bis zur Entwicklung des Baulandes „super professionell“ begleitet habe. Die Vista-Reihenhaus GmbH wird jetzt als Zweig der in Mönchengladbach ansässigen Dornieden-Gruppe das 13.700 Quadratmeter große Grundstück bebauen. Die 30 Einfamilien-Reihenhäuser sollen 129 Quadratmeter Wohnfläche mit fünf Zimmern und einem großen Dachstudio haben. Sie sollen energieeffizient bei monatlich niedrigen Betriebskosten konzipiert werden.

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