Jüchen: In Hochneukirch und Otzenrath werden Baugrundstücke als neue Wohngebiete für Familien erschlossen.

Gemeinde wird Stadt : Jüchen entwickelt als erstes neue Wohngebiete

Jüchen feiert seine Stadtwerdung mit einer Silvester-Gala und den „Rabaue“. Und dann schafft sie als erstes neuen Wohnraum.

In gewisser Weise ist die Gemeinde Jüchen jetzt schon eine Stadt, bevor am 1. Januar 2019 offfiziell „der Startschuss“ fällt. Bürgermeister Harald Zillikens bietet jetzt schon im Internet einen Ausbildungsplatz für einen Stadt-Inspektoren an, der sich bis Ende August für den Ausbildungsstart am 1. September 2019 bewerben kann. „Wir haben auch vorher schon in diesem Bereich, zu dem auch ein Duales Studium gehört, ausgebildet. Da hießen die Mitarbeiter aber noch Gemeindeinspektoren“, erläutert Zillikens, der übrigens nach der Sommerpause am 1. Oktober zum ersten Mal der Politik auch einen Stadt-Haushalt vorlegen will.

Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Dass die Stadt Jüchen mit einer Silvester-Gala gefeiert werden soll, ist mittlerweile durchgesickert. Zwei Locations stehen laut Zillikens noch zur Diskussion, und mit der Stimmungsband „Raubaue“ sei ein Vorvertrag über ein eineinhalbstündiges Programm abgeschlossen. Gemeinsam mit dem Bürgerschützenheimatverein soll das Event ablaufen, für das allerdings wegen der Live-Band Eintrittsgeld verlangt werden soll.

Außerdem plant Zillikens eine Ratssondersitzung als offiziellen Akt zur Stadtwerdung, zu der auch NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach eingeladen werden soll, damit sie sich auch als Erste in das neue Goldene Buch der Stadt Jüchen eintragen kann. „Schließlich hat uns Ministerin Scharrenbach ja auch mitgeteilt, dass wir Stadt werden dürfen“, erinnert Zillikens.

Schon jetzt kann der Bügermeister zudem sicher sein, dass Jüchen eine wachsende Stadt wird: „Die Anzahl der Kinder steigt“, freut er sich und sieht damit auch die geplante Entwicklung von zusätzlichen Wohngebieten gerechtfertigt. Denn da tue sich aktuell so Einiges: So werde in Neu-Holz jetzt ein Wohngebiet mit 20 bis 24 Häusern entstehen. Die Gemeinde habe das entsprechende Grundstück an einen Investoren verkauft, der seine Wohnobjekte bereits im Internet annonciere.

Auch für Otzenath-Süd sieht Zillikens auf einem jetzt noch als Acker genutzten Grundstück zwischen der Hofstraße und Zum Regiopark gute Chancen, eine Klimasiedlung zu entwickeln. Das Land gehöre zu einem Drittel RWE und zu zwei Dritteln der Gemeinde und solle deshalb gemeinsam erschlossen werden. Dort sollen ausschließlich Niedrigenergiehäuser gebaut werden.

Neben dem geplanten Wohngebiet an der Peter-Busch-Straße sei ein weiteres an der Gartenstraße in der Planung. „Wir sind kurz vor einer Einigung mit der Erbengemeinschaft, die uns dort möglichst auch alle Gärten verkaufen soll, die zu dem Grundstück gehören“, berichtet Zillikens. Auch dort sollen dann Einfamilienhäuser entstehen.

Mit der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause sei ein „gutes Paket“ an Beschlüssen und Aufträgen geschnürt worden, um die Stadt Jüchen in die Zukunft zu führen, sagt der Bürgermeister, der allerdings auch zugibt: „Mit geht immer alles zu langsam.“ Aber er freue sich, dass auch mit Unterstützung der Politik die wichtigsten Weichen für die Stadt Jüchen und ihre weitere Entwicklung jetzt gestellt seien.

Und vielleicht klappt’s ja dann auch mit einem festlichen Feuerwerk ab Punkt 24 Uhr in der nächsten Silvesternacht über dem Himmel der Stadt Jüchen....

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