Engagierte Jüchener Schüler Gymnasiasten sammeln 46.000 Euro für Kinder in der Ukraine

Jüchen · Schüler des Gymnasiums Jüchen sammelten am 25. März ganze 46.000 Euro bei einer Friedenswanderung für Kinder aus der Ukraine. Das Geld kam durch „Kilometergeld“ von Freunden und Familie zusammen.

 Ria Hilmer und Niklas John gehören zu den Organisatoren der Friedenswanderung, bei dem der allergrößte Teil der 46.000 Euro für Unicef und „Save the Children“ zusammen kam. An Freitag nahmen im Gymnasium Jüchen Vertreter von Unicef 23.000 Euro entgegen.

Ria Hilmer und Niklas John gehören zu den Organisatoren der Friedenswanderung, bei dem der allergrößte Teil der 46.000 Euro für Unicef und „Save the Children“ zusammen kam. An Freitag nahmen im Gymnasium Jüchen Vertreter von Unicef 23.000 Euro entgegen.

Foto: Judith Michaelis (jumi)

Den 25. März werden die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Jüchen lange in Erinnerung behalten. Gemeinsam hatten sie eine 15 Kilometer weite Friedenswanderung unternommen und vorab in der Familie, bei Freunden und Nachbarn um eine Art Kilometergeld gebeten. Bei der Aktion war der allergrößte Teil der unglaublichen Summe von rund 46.000 Euro zusammengekommen, die jetzt je zur Hälfte als Spende an das Kinderhilfswerk Unicef und an die Organisation „Save the Children“ ging.

Vertreter von Unicef holten sich am Freitag ihren Scheck über 23.000 Euro im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Atrium der Schule ab. Gesammelt worden war auch beim Neujahrskonzert der Stadt, bei dem die Concert Band der Schule spielte.

Die Jüchener waren wahrlich nicht geizig gewesen. „In einem Umschlag befanden sich 750 Euro“, berichtete Schülersprecher Niklas John. „Leider konnten wir nicht herausfinden, von wem diese Spende kam, wir hätten diese Person sonst eingeladen.“ Der 18-Jährige weiß, dass der russische Einmarsch in die Ukraine und die Ereignisse dort die Schüler belasten.

Etwas zu unternehmen, was das Leid der Kinder in dem Kriegsgebiet lindern kann, war ihnen ein großes Anliegen. Mitorganisatorin Ria Hilmer (16) erklärte: „Es hat uns schon überrascht, wie viel Geld durch die Friedenswanderung zusammengekommen ist.“ Im Unterricht sei viel über den Ukraine-Krieg gesprochen worden. Worüber sich Niklas John rückblickend freut: „Das Verständnis für unseren Friedensmarsch seitens der Bevölkerung war sehr groß.“

Unterstützt worden waren die Schüler von der Lehrerin Birgit Esser und ihrem Kollegen Stefan Weber sowie von Ines Thalmann. Stellvertretender Schulleiter Hakan Ören war bei der Friedenswanderung mitgegangen, Reimund Esser und Helga Fruh nahmen die Spende für Unicef entgegen. „Das Geld können wir sehr gut gebrauchen, vor allem für die psychosoziale Unterstützung von Kindern in der Ukraine, aber auch für praktische Hilfe: So ist das Wasser in einigen Städten schon Mangelware geworden“, hieß es. Das Leiden der Menschen in der Ukraine sei unvorstellbar. Esser hatte für jeden Teilnehmer der Wanderung eine Urkunde dabei. Zudem gab es als Geschenk einen Ball mit dem Autogramm von Unicef-Botschafter Julian Draxler.

Zum festlichen Charakter der Übergabe trugen die Jungen und Mädchen des Bläserkurses der fünften Klassen bei, etwa mit dem Titel „Song of Joy“. Beeindruckend war auch das riesige Transparent in Blau und Gelb, den Farben der ukrainischen Flagge, mit einer Friedenstaube.

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