Jüchen: Feuerwache für Löschzug Hochneukirch wird teurer als erwartet

Feuerwehr Jüchen : Feuerwache Hochneukirch wird teurer als erwartet

Der Bau des Feuerwehrgerätehauses in Hochneukirch wird rund 400.000 Euro teurer als geplant. Ein Grund ist, dass der Boden nicht tragfähig genug ist, mit Kies aufgefüllt werden muss. Am Zeitplan soll sich aber nichts ändern.

Im kommenden Jahr sollen die  Bauarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Hochneukirch starten. Für das Vorhaben muss die Stadt Jüchen tiefer in die Kasse greifen als ursprünglich erwartet, Mehrkosten in Höhe von rund 400.000 Euro stehen an. Darüber informierte Bürgermeister Harald Zillikens die Politik im Zuge der Etatberatungen. „Wir haben erst jetzt alles kalkulieren können, weil wir nun den Bebauungsplan aufstellen“, erläutert der Verwaltungschef auf Anfrage der Redaktion.

Die gute Nachricht: Am Zeitplan für den Bau soll sich nichts ändern. Im Planungsausschuss am Donnerstag, 5. Dezember, stehen die Flächennutzungsplan-Änderung und der Bebauungsplan auf der Tagesordnung für die Sitzung im Rathaus.

Nach Auskunft des Bürgermeisters resultieren die Mehrausgaben in erster Linie durch allgemeine Kostensteigerungen „von 6,3 Prozent beim Bau“. Zudem habe sich die Boden-Oberschicht  auf dem Grundstück an der Straße Zum Regiopark „als nicht ausreichend tragfähig erwiesen. Das Gelände muss mit Kies aufgefüllt werden“, sagt Zillikens. Ein dritter Grund: Teile des Erdwalls entlang der Bahntrasse  müssen abgetragen werden – es bestehe der Verdacht, dass dort Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkriegs liegen. Vor dem Bau muss eine Spezialfirma das Gelände auf Bomben oder Granaten untersuchen.

Ein Vorteil ist laut Zillikens dass der Mehraufwand „vor dem Baubeginn im Sommer 2020 festgestellt worden ist“. Die gesamten Kosten für den Bau der Feuerwache beziffert er samt Planungskosten nun „um die 4,8 Millionen bis fünf Millionen Euro“. Das Geld soll auf die Haushaltsjahre 2020 bis 2022  verteilt werden. Der Löschzug Hochneukirch, eine von fünf Einheiten der Wehr. benötigt dringend das neue Domizil. „Der Löschzug ist heute im ältesten Feuerwehrgerätehaus im Stadtgebiet aus dem Jahr 1959 untergebracht. Es gibt keinen Parkplatz, nicht genügend Duschen und Umkleiden, und es gibt keinen ausreichenden Versammlungsbereich“, schildert Harald Zillikens. Hinzu komme, dass der Löschzug „erfreulich stark gewachsen ist, fast 50 Mitglieder zählt“.

Der Standort für das neue Gerätehaus ist laut dem Verwaltungschef gut: „Wir können von dort die Umsiedlungsorte genau so gut erreichen wie Hochneukirch“, betont Zillikens. Der Neubau weist Platzreserven auf. Der Sanitär- und Umkleidebereich ist für bis zu 80 Einsatzkräfte – Männer und Frauen – ausgelegt. Im Obergeschoss ist der Schulungsraum geplant.  In der künftigen Fahrzeughalle ist Platz für sechs Fahrzeuge. Das bisherige Gerätehaus weist nur drei Stellplätze auf. Am neuen Standort soll auch das Großtanklöschfahrzeug stationiert werden, das die Stadt beschaffen will. Zum Einsatz wird es auch auf den 42 Kilometern Autobahn kommen,  für die die Wehr zuständig ist. Die Einsatzkräfte müssen für Einsätze dort das Löschwasser mitbringen. 5000 Liter Wasser wird das neue Tanklöschfahrzeug mitführen. Die übrigen Löschfahrzeuge der Wehr haben Tanks mit 500 bis 3000 Liter Löschwasser.

Im Rahmen der Planverfahren zum neuen Gerätehaus wurde unter anderem ein Schallgutachten erforderlich: Berechnungen ergaben, dass die Lärm-Richtwerte eingehalten beziehungsweise unterschritten werden.