Jüchen: Ein Weihnachtsmarkt im fürstlichen Stil

Dycker Schlossweihnacht hat begonnen : Ein Weihnachtsmarkt im fürstlichen Stil

Die Dycker Schlossweihnacht zog am ersten Wochenende zahlreiche Besucher an. Rund 160 Aussteller sind diesmal mit von der Partie.

Ruhiges, kaltes, aber trockenes Winterwetter dürfte mit dazu beigetragen haben, dass bereits das erste Schlossweihnacht-Wochenende auf dem Gelände von Schloss Dyck ein voller Erfolg war. Und wer noch nicht da war, kann seinen Besuch für eines der nächsten drei Wochenenden planen. Rund 160 Aussteller präsentieren ihr hochwertiges Angebot. Zu den vielen Attraktionen, die die Schlossweihnacht so stimmungsvoll machen, gehören auch diesmal wieder das Lebendige Krippenspiel und kulinarische Köstlichkeiten. Auf diesem Weihnachtsmarkt findet man übrigens auch die passenden Weihnachtsgeschenke für Anspruchsvolle. Und kaum ein Weihnachtsmarkt dürfte weihnachtlicher sein.

Zur Eröffnung am Samstagvormittag bot sich den Besuchern ein Bild, wie es schöner nicht hätte sein können: Kein Wölkchen trübte den strahlend blauen Himmel. Und die Tische hinter der Orangerie wirkten von weitem, als seien sie weiß eingedeckt worden. Das „Tischtuch“ erwies sich als Raureif, der allerdings auch die Sitzbänke bedeckte.

Eine tolle Aussicht auf das Wasserschloss genossen Inge Herbst und ihr Mann. Das Paar kommt aus Dortmund und bietet unter anderem hochwertige französische Geschirrtücher an. Musterexemplare hatten sie auf einer 30 Meter langen Wäscheleine aufgereiht. „Aus Kunden sind Freunde geworden – wir fühlen uns sauwohl hier“, sagte Inge Herbst. Das Ambiente sei immer wieder überwältigend. Über den Eintrittspreis dürfe man nicht schimpfen: „Immerhin werden mit diesem Geld Schloss und Park instand gehalten.“ Caroline Jost aus Mönchengladbach war schon früh von Kunden umlagert – kein Wunder, hat sie doch traditionelles Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge im Angebot wie die berühmten Wendt-Kühn-Engel mit den elf blauen Punkten auf den grünen Flügeln – oder Kunsthandwerk der Familie Füchtner, die als „Erfinderin“ der Nussknacker gilt.

Überall auf dem Schlossgelände leuchtet und glitzert es. Foto: Andreas Woitschützke

Am Stand der Freunde und Förderer von Schloss Dyck schmeckte der Kakao besonders gut, wenn man bedenkt, dass der Erlös in den Erhalt des Schlosses gesteckt wird. „Es macht mir Freude, der Dame zuzuhören“, gestand Cordula Hess aus Düsseldorf. Sie meinte Brigitte Kebrich, die weihnachtliche Floristik anbot und mit ihrem enormen Wissen verblüffte. Floristik unplugged könnte man die Arbeiten von Marion an der Sandt nennen: „Keine Exoten, keine Kügelchen, keine Schleifchen“, lautet ihr Motto. In den Varius-Werkstätten in Hemmerden arbeiten Menschen mit Behinderungen. Petra Gerhards war glücklich, dass ihre Produkte wie Vogelhäuser so gut ankamen. Armin Küpper aus Liedberg präsentierte seine Bilder und Skulpturen.

Die Fülle der Sinneseindrücke war wieder enorm, fast schon ein wenig erdrückend. Die Furcht, nicht alles sehen und erleben zu können, war berechtigt. Zum Glück gibt es ein Ausstellerverzeichnis samt Programm. Ihm kann man unter anderem entnehmen, dass das Krippenspiel ab 12.30 Uhr alle 20 Minuten an der Schlossterrasse startet, dass die Engelsuche im Hochschloss durchgehend von 11 bis 19 Uhr stattfindet und dass in der Zeit von 12 bis 19 Uhr Engel und Nikolaus über das Gelände flanieren.