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Jüchen: Ein Kunstrasen für den SV Otzenrath

Investition in die Sportinfrastruktur : Ein Kunstrasen für den SV Otzenrath

Ende Juli sollen die Bauarbeiten für das zusätzliche Kleinspielfeld des Spielvereins Otzenrath 09 starten, der 20 Prozent der Kosten stemmen wird. Der Verein will sein Sport-Angebot zudem erweitern.

Es ist eines der größten Projekte in der Geschichte des SV 09 Otzenrath: Der Fußballverein mit rund 300 Mitgliedern erhält zusätzlich zum Naturrasen ein Kleinspielfeld mit Kunstgrün. Ende Juli sollen die Arbeiten anlaufen. „Unser Ziel ist es, dass wir den neuen Platz Mitte November eröffnen“, kündigt Wolfgang Huth vom Vorstand an. In der vergangenen Woche hatten Stadt und SV den Kooperationsvertrag für das Projekt unterschrieben.

„Der Verein hat sich verpflichtet, für 20 Prozent des Bauvolumens die Kosten zu übernehmen“, sagt Huth. Die Gesamtkosten werden sich auf circa 800.000 bis 900.000 Euro belaufen. „Die Stadt hatte einen Zuschuss aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten beantragt, wir sind aber bei diesem Projekt nicht berücksichtigt worden“, sagt im Rathaus Dezernent Oswald Duda.

Vor sechs Jahren war die Idee zum neuen Platz entstanden. 2021 hatte der Rat grünes Licht gegeben, danach ging es an die Feinabstimmung. „Ein Kunstrasen ermöglicht höhere Flexibilität beim Spiel- und Trainingsbetrieb. In Monaten mit schlechtem Wetter kann der Naturrasen nur eingeschränkt bespielt werden“, sagt Pierre Klein, der 46-Jährige ist vergangene Woche als neuer Vorsitzender des SV gewählt worden, als Nachfolger von Herbert Brockerhoff, der nach neun Jahren an der Spitze des Vereins zurückgetreten war. „Ich werde den Vorstand weiter unterstützen“, betont Brockerhoff

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Mit 63 mal 45 Metern ist die neue Anlage kleiner als der vorhandene Platz daneben. Er soll fürs Training, aber bis zur D-Jugend auch für Meisterschaftsspiele genutzt werden. Doch es bestehen noch weitere Pläne: „Die Sportanlage liegt im Zentrum des Dorfes. Wir wollen ein Sport- und Begegnungszentrum für alle Otzenrather und Spenrather schaffen. „Der Verein soll noch familienfreundlicher werden“, betont Klein. Und: Wir wollen ein Sportangebot über den Fußball hinaus entwickeln.“ Auf dem neuen Platz seien beispielsweise Hockey und Ballsportarten denkbar, aber auch Fitnessangebote und anderes. Es gibt bereits viele Ideen“, sagt Klein. Auch Grundschule und Kindergärten im Ort sollen die Anlage nutzen.

Der Platz-Bau fällt für den Verein in eine Zeit der Neuausrichtung im Jugendbereich: Die Spielgemeinschaft im Jugendbereich mit dem VfB Hochneukirch ist gekündigt, „Wir blicken nach vorn. Wir stehen im Jugendbereich vor einem Neuaufbau und denken, dass wir mit vier Jugendmannschaften starten werden“, erläutert Klein. Zudem bestehen zwei Senioren-Mannschaften. Die zusätzliche Spielmöglichkeit soll auch dazu beitragen, neue Mitglieder zu gewinnen. Unter anderem wegen Corona sei die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren von 350 auf circa 300 gesunken.

Doch erst einmal muss gebaut werden, Ende Juli soll es los gehen. „Wir haben die Verantwortung und die Finanzierung die Gewerke für einen Teil der Erdarbeiten und für die Flutlichtanlage übernommen“, sagt Wolfgang Huth. Zur Finanzierung erklären die beiden Vorständler: „Wir haben Kapital gespart“, zudem hätten die Mitglieder eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für den neuen Platz mitgetragen. Sponsoren hätten bereits größere Summen zugesagt. Zudem ist an Patenschaften oder ähnliche Aktionen gedacht, um die Lücke für den Eigenanteil zu schließen.