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Jüchen: Dycker Schlosspark ist weiter ohne Corona-Test zugänglich

Spazieren in Jüchen : Dycker Schlosspark ist weiter ohne Corona-Test zugänglich

Trotz vieler Besucher blieb die Zahl laut Stiftung unter dem wegen Corona geltenden Limit von 2000 Menschen. Online-Buchung soll Schlangen an Kassen vermeiden.

Ob beim Friseur-Besuch oder beim Einkauf in Geschäften außerhalb des täglichen Bedarfs: ein tagesaktuelles negatives Corona-Testergebnis ist an vielen Stellen jetzt Pflicht. Der Park von Schloss Dyck dagegen kann weiter ohne vorherigen Schnelltest besucht werden. „Derzeit besteht keine Pflicht für die Vorlage eines Testergebnisses“, erklärt Jens Spanjer, Vorstand der Stiftung Schloss Dyck. Ein Testergebnis müsse zwar für den Besuch in Zoos und botanischen Gärten vorgelegt werden, der Schlosspark gelte aber als öffentliche Grünanlage „wie die Gruga in Essen oder der Westfalenpark in Dortmund“, wo keine Pflicht für einen Nachweis bestehe, so Spanjer auf Anfrage der Redaktion. Dafür gelten im Park viele andere Corona-Schutzregeln und weitere Beschränkungen. Am Wochenende, als im Umfeld ein Run auf die Tulpenfelder etliche Probleme bescherte, war auch der Schlosspark bei dem sonnigen Wetter sehr gut besucht. Und für die Feiertags-Wochenenden im Mai rechnet Spanjer ebenfalls mit guter Resonanz. „Am vergangenen Wochenende hatten wir im Park bis zu 1800 Menschen gleichzeitig. Nach unserem Sicherheitskonzept können wir aber bis zu 2000 Menschen einlassen“, zieht Spanjer Bilanz. Seine Rechnung: „Im Park haben wir dann durchschnittlich 250 Quadratmeter Platz für jeden Besucher, nur auf die Wege bezogen 20 Quadratmeter.“ Das sei ausreichend.

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Ein Nadelöhr ist natürlich der Eingangsbereich an den Kassen. Dort habe sich die Online-Reservierung bewährt (Infos unter www.stiftung-schloss-dyck.de). „Die Besucher geben dabei gleich die Daten zur Nachverfolgung ein.“ Das entlaste die Kassen. „Wir hatten am Sonntag keine Schlangen“, sagt Spanjer. Mittlerweile nähere sich der Anteil der Online-Reservierer unter den Besuchern der 50-Prozent-Marke. „Vom Parkplatz bis hinter den Eingangbereich besteht zudem Maskenpflicht“, betont Spanjer. Bei der Stiftung seien einzelne Beschwerden eingegangen, etwa dass Abstände im Park nicht eingehalten worden seien. „An Wochenenden kontrolliert eine Parkaufsicht, die mit einem E-Mobil unterwegs ist, dass die Corona-Schutzauflagen eingehalten werden.“

Falls an einem der kommenden Wochenenden die Zahl von 2000 Besuchern erreicht werde, würde der Zugang einschließlich der Parkplätze gesperrt. „Erfahrungen damit haben wir vom Schlossherbst 2020“, sagt Spanjer. Im vergangenen Jahr, als viele andere Freizeitaktivitäten verboten waren, verzeichnete die Stiftung einen Besucheranstieg im Park. 150.000 Menschen kamen gegenüber 127.000 im Jahr davor. In diesem Jahr waren bis Ende März auch bereits 42.000 Besucher im Dycker Schlosspark.