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Jüchen: Die Tafel eröffnet wieder nach fünf Wochen Corona-Zwangspause

Ausgabestelle in Jüchen geöffnet : Wieder zur Tafel statt an den Zaun

Nach fünf Wochen Corona-Zwangspause ist die Ausgabestelle in Jüchen wieder geöffnet. Die Gabenzäune, die als Übergangslösung dienten, wurden wieder abgebaut. Die Existenzhilfe sucht allerdings noch Helfer.

Lebensmittel können Bedürftige jetzt wieder günstig in der Tafel erhalten. Nach fünfwöchiger Zwangspause konnte die Ausgabestelle am Dienstag wieder eröffnet werden. Sie musste schließen, weil alle zwölf Helfer der Tafel nicht mehr eingesetzt werden konnten. Sie gehören wegen ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen zu den Corona-Risikogruppen. Die Zeit wurde durch Gabenzäune in Jüchen und Hochneukirch überbrückt, die jetzt wieder abgebaut werden konnten.

Zur Wiedereröffnung der Tafel in Jüchen kam auch Wolfgang Norf, der Geschäftsführer der Existenzhilfe in Grevenbroich. Norf stellt den Jüchener Kollegen auch einige jüngere Helfer zumindest als Übergangslösung zur Verfügung. Sandra Lohr, die zur Wiedereröffnung gemeinsam mit Mario Broich eine Spende von 300 Euro der CDU Jüchen überreichte, sucht aber noch weitere Helfer für die Ausgabetermine dienstags und freitags, jeweils von 14 bis 15.30 Uhr. Im selben Gebäude Ecke Rektor-Thoma/Steinstraße muss die Kleiderkammer der Existenzhilfe aber noch geschlossen bleiben, weil die Sicherheitsabstände zum Schutz vor Ansteckungen mit Covid-19 schon wegen des engen Treppenhauses nicht eingehalten werden können.

Die Zugangsvoraussetzungen für die Tafel bleiben nach wie vor ein Nachweis über die Bedürftigkeit, wie etwa ein Bescheid vom Jobcenter oder aus dem Sozialamt. Bei der Vorlage wird dann eine Kundenkarte ausgehändigt. Zuletzt waren laut Wolfgang Norf an den Ausgabetagen immer zwischen 50 und 70 Klienten gekommen. Und an den Gabenzäunen hätten sich etwa 20 „Stammkunden“ eingefunden, wie Sandra Lohr berichtet. Dort seien in den vergangenen fünf Wochen immerhin 600 Tüten mit Lebensmitteln gespendet worden, bilanziert sie.

Sozusagen zur Schlüsselübergabe war am Dienstag auch der langjährige Tafel-Helfer Henning Peters erschienen. Er arbeitet schon seit acht Jahren ehrenamtlich mit und wird nun am Computer in der Ausgabestelle auch den Einsatz der übrigen Helfer koordinieren. Für jede Schicht, die immer eine halbe bis eine Stunde vor der Öffnung mit dem Einräumen der Regale beginnt, werden jeweils drei Mitarbeiter für die Ausgabe-Theke und ein Helfer für die Kasse benötigt. Auch Kursleiter, die jetzt im Seniorennetzwerk wegen der Corona-Sperre nicht aktiv sein können, haben sich schon als Helfer bereit erklärt.

Kontakt Wer sich als ehrenamtlicher Helfer für die Tafel-Ausgabe melden möchte, kann den Kontakt zu Sandra Lohr unter Tel. 0151 54836496 aufnehmen.