Jüchen: Die Kita Garzweiler bekommt eine neue Gruppe.

Die Kitagruppe Priesterath nimmt Formen an: Kitagruppe im Sommer bezugsfertig

Die Kita Garzweiler wird um eine Außengruppe erweitert. Aber an den Grundschulen wird es wieder eng: Für die Betreuungsplätze im Ganztag gibt es Wartelisten in Jüchen und in Otzenrath. Die Schulsozialarbeit wird fortgesetzt.

Die neue Außengruppe der Kita Garzweiler im ehemaligen Bürgerhaus in Priesterath nimmt Formen an. Schließlich soll sie bereits zum nächsten Kindergartenjahr in diesem Sommer eröffnet werden. Über den Stand der Bauarbeiten wurden jetzt die Mitglieder des Schul- und Jugendausschusses informiert. Die Gemeinde Jüchen wird diese vierte Gruppe der Kita Garzweiler mit einem Eigenanteil von 17.800 Euro pro Jahr finanzieren.

Vom Land NRW soll es einen Baukostenzuschuss in Höhe von 228.375,54 Euro geben. Die Förderzusage liegt aber noch nicht vor, wie die Verwaltung den Ausschuss informiert hat. Außerdem hat Jüchen einen Zuschuss in Höhe von 57.489,32 Euro beim Rhein-Kreis Neuss beantragt, wofür es auch noch keine Förderzusage gibt. Die Gesamtkosten sind auf 368.729,24 Euro veranschlagt bei einem Eigenanteil der Gemeinde von 82.864,38 Euro.

In der neuen Kita-Gruppe sollen ab dem 1. September Kinder über drei Jahren aufgenommen werden. Sie werden vom pädagogischen Team der Kita Garzweiler betreut. Im und am ehemaligen Bürgerhaus werden jetzt ein Bewegungsraum und ein altersgerechtes Spielangebot im Außenbereich geschaffen. Das soll von der Kita Garzweiler als anerkannter Bewegungskindergarten intensiv genutzt werden. Am 1. September soll eine neue Nestgruppe in Priesterath einziehen, womit das Provisorium im Bewegungsraum der Kita Garzweiler aufgelöst werden kann. Das Personal für die vierte Gruppe soll schon ab August zur Verfügung stehen.

Ein weiteres Thema im Schulauschuss war die angespannte Situation der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen. Denn wegen der stetig steigenden Anmeldezahlen an den Grundschulstandorten Jüchen, Hochneukirch und Otzenrath muss für das Schuljahr 2018/19 ein Auswahlverfahren eingeführt werden. Dazu sollen die Eltern ihre familiäre Situation und die Dringlichkeit ihres Betreuungsbedarfes darzulegen.

Vor allem in Otzenrath wird ein zunehmender Andrang auf die Ganztagsgrundschule erwartet, weil dort auch neue Wohngebiete erschlossen werden. Dort kann durch Umstrukturierung gemeinsam mit dem Betreuungsverein die Zahl der Betreuungsplätze aufgestockt werden, indem in einem Nebenraum nun zehn weitere Kinder in den Ganztagsbetrieb aufgenommen werden können.

  • Jüchen : Neue Kitagruppe Priesterath wird jetzt vorbereitet

Das Auswahlverfahren für die Grundschulstandorte Jüchen, Hochneukirch und Otzenrath sei abgeschlossen, die Zu- und Absagen seien an die Eltern versandt worden, berichtet die Verwaltung. Es sei aber bereits klar, dass es zum Schuljahr 2018/19 voraussichtlich noch Wartelisten für die beiden Grundschulstandorte Jüchen und Otzenrath geben müsse. Die Verwaltung rechnet auf den Wartelisten mit sieben Kindern in Jüchen und drei in Otzenrath.

Informiert wurde der Fachausschuss auch darüber, wie es mit der Schulsozialarbeit in Jüchen weitergeht. Über das Bildungs- und Teilhabepaket wurden 2012 im Rhein-Kreis Neuss 26 Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit (BuT) mit insgesamt 34 Schulsozialarbeitern eingerichtet. Davon entfiel auf Basis des Anteils der Schüler im SGB II-Bezug unter 18 Jahren im Jahr 2011 eine Vollzeitstelle auf die Gemeinde Jüchen. Die Einstellung dieses Personals und die Einsatzkoordination der Stellen wurden dem Technologiezentrum Glehn als Tochter des Kreises übertragen.

 Seit Januar 2015 wird die Schulsozialarbeit (BuT) im Rahmen des Landesprogrammes „Soziale Arbeit an Schulen“ vom Rhein-Kreis Neuss und dem Land Nordrhein-Westfalen im Verhältnis 40:60 Prozent kofinanziert. Der kommunale Anteil konnte in den Jahren 2015 bis 2017 aus einer Rücklage des Kreises sichergestellt werden, die aus Restmitteln der Anschubfinanzierung des Bundes für die Jahre 2011 bis 2013 gebildet wurde. Laut der Mitteilung des Rhein-Kreises Neuss ist diese Rücklage mit Abschluss des Haushaltjahres 2017 aufgebraucht.

 Die Finanzmittel für die Umsetzung des Landesprogrammes „Soziale Arbeit an Schulen“ soll für die Jahre 2019 bis 2021 in gleichem Umfang fortgeschrieben werden. Dies bedeutet, dass der kommunale Anteil auch für die Jahre 2019 bis 2021 in Höhe von etwa 17.800 Euro vorzusehen ist.