1. NRW
  2. Städte
  3. Jüchen

Jüchen: Der Nabu ruft wegen der anhaltenden Trockenheit zu Baumnpatenschaften auf

Trockenheit in Jüchen : Nabu ruft zu Baumpatenschaften auf

Auch wenn es jetzt kälter wird, sollten Bäume und Sträucher alle paar Tage gründlich gegossen werden, wie der Naturschutzbund ausdrücklich rät.

Die große Hitze scheint zwar vorerst vorbei zu sein. Die Feuerwehr Jüchen und der Bauhof der Gemeinde haben deshalb auch das Bewässern der öffentlichen Grünflächen eingestellt. „Aber es ist ein Trugschluss, dass Bäume und Sträucher jetzt nicht mehr bewässert werden müssten. Denn Trockenheit ist Trockenheit, egal, ob es dabei heiß oder kalt ist“, sagt Dieter Bienert, der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe Jüchen. Deshalb seien die Helfer des Nabu auch weiterhin zum Beispiel auf dem Naturlehrpfad mit der Bewässerung vor allem der Neuanpflanzungen beschäftigt. Nur weil auch die Feuerwehr mit ihren großen Wasserspeichern mitgeholfen habe, sei verhindert worden, dass der Naturrehrpfad durch die anhaltende Trockenheit großen Schaden genommen habe, berichtet Bienert. „Wir haben zum Glück bei den Neuanpflanzungen auf dem Naturlehrpfad nur wenige Ausfälle, wahrscheinlich nicht mehr als auch in normalen Jahren mit Sommerregen“, bilanziert er.

Vor allem zwei Nabu-Helfer, nämlich Paul Quack und Rudolf Kuhn, seien nicht nur an den Stellen auf dem Naturlehrpfad, wo die Feuerwehr mit ihren schweren Wagen nicht hinkommt, sondern auch auf anderen Grünflächen in Jüchen im Dauereinsatz zur Bewässerung gewesen: „Die Beiden sind mehrmals wöchentlich mit dem Auto voller Wasserkanister durch Jüchen gefahren und haben die Bäume versorgt“, sagt Bienert lobend.

Ganz wichtig sei jetzt übrigens auch für alle Gartenbesitzer, die Bäume, Sträucher, wenn möglich auch die Wiesen, alle drei bis vier Tage reichlich zu bewässern. „Täglich ein bisschen Wasser bringt nichts. Das Wasser bleibt dann an der Oberfläche und verdunstet sofort“, verdeutlicht der Nabu-Chef und rät: „Besser alle paar Tage einen Baum gründlich mit 30 bis 40 Litern Wasser versorgen.“

Doch der Nabu hofft auch auf Privatleute, die sich sozusagen als „Gießpaten“ engagieren. Bienert ruft deshalb auf: „Es wäre schön, wenn Bürger zumindest die Bäume mit Wasser versorgen würden, die bei ihnen an der Straße in der Nähe ihrer Häuser stehen.“ Und Rudolf Kuhn hatte etliche Bürger beobachtet, die dem guten Beispiel von Feuerwehr und Nabu gefolgt waren. „Es gab etliche Bürger, die zum Schlauch oder zur Gießkanne gegriffen und Straßenbäume gewässert haben“, berichtet er und dankt ihnen im Namen des Naturschutzbundes dafür.

Der Naturfreund ermuntert: „Vielleicht ist dabei so mancher auf den Geschmack gekommen und möchte sich dauerhaft um einen oder mehrere Straßenbäume kümmern. Dabei bietet sich eine Baumpatenschaft an, also etwa das Gießen bei Trockenheit, Müll und Unrat entfernen oder die Baumscheibe hübsch, vielleicht sogar mit Bienen- und insektenfreundlichen Planzen, gestalten.“