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Jüchen: Corona verzögert „Zipfeltour“ von Gunter Kalinka 

Menschen in Jüchen : Corona verzögert „Zipfeltour“ des Jücheners Gunter Kalinka

Im Herbst will Gunter Kalinka (72) seine Tour von List auf Sylt ins bayrische Oberstdorf vollenden. Am 16. September will er starten. Dafür sucht der Jüchener noch einen Mitstreiter, der genau so gerne Fahrrad fährt wie er selbst.

1150 Kilometer auf dem Rad in 17 Fahrttagen – für Gunter Kalinka kein Problem. Der 72 Jahre alte Jüchener ist lange Touren gewohnt. Bis 2018 organisierte er gewerblich Radreisen, jeden Tag ist er mit Fahrrad oder Pedelec mal länger, mal kürzer unterwegs. Doch bei der geplanten Vollendung seiner „Zipfeltour“ von List auf Sylt bis ins bayrische Oberstdorf wurde er zunächst ausgebremst – durch Corona. Den Starttermin Mitte Mai musste er wegen der Pandemie aufgeben. Nun versucht Kalinka einen zweiten Anlauf ab dem 16. September; am 6. Oktober soll es von Oberstdorf wieder ins Rheinland zurückgehen. Für diese Drei-Wochen-Tour sucht er einen Kompagnon.

Von einem äußersten Grenzort des Landes zum anderen zu radeln, das hatte sich der Jüchener schon vor langer Zeit vorgenommen. „Es gibt den so genannten ,Zipfelbund’, zu dem List auf Sylt, Görlitz, Oberstdorf und Selfkant gehören. Das sind die jeweils nördlichste, östlichste, südlichste und westlichste Kommune der Bundesrepublik Deutschland“, schildert Gunter Kalinka. Alle vier will er besuchen.

Die Hälfte ist dabei geschafft. Im vergangenen Jahr war er mit drei anderen Radlern von Selfant bis Görlitz unterwegs, nun soll die zweite Etappe in Nord-Süd-Richtung folgen. Die fehlenden Stempel im „Zipfelbund-Pass“ sind für ihn eher Nebensache. „Es ist der Reiz, Dinge zu tun, über die man zunächst sagt:  Das ist zu viel, das ist zu weit“, erklärt Gunter Kalinka. Vom Quartett von 2019 bleibt aus verschiedenen Gründen in diesem Jahr nur er übrig. Und er sucht einen Mitstreiter, nicht zuletzt zur Sicherheit, um sich bei Bedarf gegenseitig unterstützen zu können. Bislang hat Kalinka noch keinen Gefährten gefunden, gesucht sei ein „rüstiger, umgänglicher Rentner mit Pedelec und bereits einiger Langstrecken-Erfahrung“. Klar, das auch die „Chemie“ stimmen muss auf einer so langen Tour.

Wer sich für die Fahrt quer durch Deutschland interessiert und entsprechend fit ist, kann sich bei ihm unter der Telefonnummer 02165 2929 melden.

(cso-)