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Jüchen: BUND-Jugend erinnert an Schwalbenhilfe in Gierath

Jüchener Umweltorganisation : BUND-Jugend erinnert an Schwalbenhilfe

Ein Lehmcontainer am Gierather Friedhof soll den Tieren beim Nestbau helfen. Dieser ist durch die Trockenheit im Frühjahr gefährdet. Daher sei es wichtig, dass der Behälter sauber gehalten wird.

Das Lehmangebot auf dem Gierather Friedhof soll Schwalben durch das ungewohnt trockene Frühjahr helfen. Zum Eintreffen der ersten Tiere erinnern die BUND-Spechte Jüchen an das Angebot. Die BUND-Jugendorganisation musste nämlich den Lehmcontainer kürzlich von Abfall und Grünschnitt säubern. Auf erneuerten Plakaten bittet sie darum, dort keinen Abfall zu entsorgen.

„Die Natur ist auf mehr Niederschlag im Frühjahr eingestellt“, teilen die BUND-Spechte mit. „Tiere leiden unter der Trockenheit. Ihnen fehlen Wasserstellen zum Trinken. Für Schwalben bedeutet der trockene Boden aber zusätzlich auch den Verlust von Baumaterial.“ Normalerweise würden diese auf Wegen, Feldern und Wiesen feuchten Lehm für ihren Nestbau finden. Dieser Lehm halte aber nur an Wänden, wenn er feucht ist. „Eine verzweifelte Situation für die Schwalben“, wie die Umweltorganisation mitteilt.

Die BUND-Spechte möchten daher darauf hinweisen, dass Menschen mit verschiedenen Angeboten helfen können: Mit offenen Lehm-Bodenstellen, die von Schwalben im freien Flug angesteuert werden können oder mit Wasserstellen.

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Weil nicht jedermann Lehm zur Verfügung hat, hat der BUND mit der Stadt Jüchen seit zwei Jahren auf dem Parkplatz des Gierather Friedhofs den Container mit Lehm aufgestellt. Tierfreunde, die Schwalben mit Baumaterial helfen wollen, können hier Lehm abholen.

Tim und Simon von den BUND-Spechten erinnern daran, dass es Bedingungen für die Lehmstelle gibt: Sie sollte gut anzufliegen sein, und die Umgebung sollte von den Schwalben beim Anflug gut zu überblicken sein – also nicht in dicht bepflanzter Umgebung oder in unmittelbarer Nähe von Gebäuden oder Büschen stehen, in denen beispielsweise Katzen lauern können.

(RP)